Abu Aql radiAllahu anhu

 

Allah erbarme sich Abu Aql radiAllahu anhu .Er wollte immer unbedingt Shahid werden. Seitdem ich ihn kenne, war er einer der eifrigsten unter den Gefährten des Propheten(sallAllahu alayhi wa salam) und er war einer der ersten, die sich zum Islam bekannten. (’Umar radiAllahu anhu)

Abu Aql(radiAllahu anhu), der für den Gesandten Allahs(sallAllahu alayhi wa salam) sein Leben und seinen Besitz geopfert, wegen der Liebe zum Gesandten(sallAllahu alayhi wa salam) sein eigenes Leben nicht geschätzt und alles dafür gesetzt hat, um die lichtvollen Worte des Propheten(sallAllahu alayhi wa salam) zu hören, er ist einer der Muslime, die im Qur-an gelobt werden. Abu Aql(radiAllahu anhu), der zu den Ansar gehörte, war einer der Glücklichen, die die Einladung von unserem Propheten(sallAllahu alayhi wa salam) ohne jegliches Zögern annahm.

Während die Leute sich für die Da’wa einsetzten und für diesen Dienst wahre Kräfte ausgebildet wurden, erleuchtete er, der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) die Köpfe und Herzen der Muslime mit dem hellen Wasser des Islam. Er (sallAllahu alayhi wa salam), losch einzeln die Irrtümer und die Spuren des Aberglaubens, die von der Zeit der Unwissenheit übrig geblieben waren, denn allgemein waren die Araber ein Volk der Götzendienerei, weswegen sie ihre Kinder nach den Namen der Götzen oder „Der Diener von diesem und jenem Götzen“ zu nennen pflegten.

Der Prophet(sallAllahu alayhi wa salam) setzte sich bei einigen Namensänderungen, die direkten Einfluss auf die Persönlichkeit desjenigen Menschen hatten, das Ziel, jegliche Andeutungen(den Namen betreffend) auf Unglauben auf den Menschen zu verhindern. Die Weisheit lag diesbezüglich darin, dass viele weibliche und männliche Gefährten(radiAllahu anhu), nachdem sie Muslime wurden und sich einen neuen Namen zu geben beabsichtigten, sich auf die oben genannte Absicht wandten.

» Der vorherige Name von Abu Aql nämlich, um zum Sahabi zurückzukommen, hatte die Bedeutung eines Dieners des berühmten Götzen mit dem Namen „Uzza“, er hieß „Abdul-Uzza“.
Das Licht des Iman jedoch hatte Abu Aql so stark erleuchtet, obwohl er zuvor noch eine starke Bindung zu den Götzen hatte, dass er sich sogar für sie zu opfern wagen würde, dass er solch eine Feindseligkeit gegenüber den elenden Dingen der Welt entwickelte, die dafür bekannt waren, statt Allah(subhanahu wa ta ala), dem Erhabenen angebetet zu werden. Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) erkannte die Empfindungen von Abu Aql und änderte den Namen unseres Sahabis von „Abdul-Uzza“ zu „Abdur-Rahman“ und gab ihm hinzu noch den Spitznamen „’Aduwwul-Awsan“, was soviel bedeutet wie „der Feind der Götzen“.
So wie der Name und Spitzname genau zu Abu Aql passt, kämpfte er zusammen mit dem Gesandten Allahs(subhanahu wa ta ala) bei jeder Schlacht gegen die Götzendiener und nahm an vielen Schlachten teil. In Badr, Uhud, Khandaq und bei jeglicher Schlacht für den Glauben war er ein unerschrockener Mujahid gegenüber dem Gesindel der Götzendiener.

Abu Aql (radiAllahu anhu) war ein opferbereiter Mensch. Er war einer der genügsamen und einer, der seine würde zu schützen wusste. Abu Aql strebte mit seinem Leben und seinem Nafs die Verbreitung des Islams, seine Bekanntheit und sein Erhaltenbleiben an. Sofern ihm die Mittel gegeben waren und er die Möglichkeit hatte, versuchte er stets mit seinem gesamten Besitz was dazu beizutragen. Abu Aql selbst war ein armer Mann, doch hatte er dennoch die Absicht in seinem Herzen gehabt: „Hätte Allah(subhanahu wa ta ala) mir Geld bzw. Besitz gegeben, so hätte ich es gewiss auf Allahs Weg ausgegeben.“. Die Belohnung für diese seine Absicht kam von Zeit zu Zeit auf ihn zu…Unser Prophet(sallAllahu alayhi wa salam) forderte eines Tages bei einer Rede seine Gefährten dazu auf, um Allahs Willen zu spenden. Die Sahaba merkten sofort, dass der Prophet(sallAllahu alayhi wa salam) so etwas nicht einfach so sagen würde und sie erkannten den Wert hierin. Und jeder versuchte so viel wie möglich zu spenden.
Es begannen die reichen Sahaba…
Abdur Rahman Ibn Auf (radiAllahu anhu) teilte seine 8.000 Dirham, die er besaß in zwei und behielt nur eine Hälfte für sich. Als er die andere Hälfte dem Propheten(sallAllahu alayhi wa salam) übergab, sprach er(sallAllahu alayhi wa salam) folgendes Bittgebet für ihn: „Allah segne das, was du als Spende gegeben hast und auch das, was du zu Hause gelassen hast“.
Mit dem Segen des Bittgebets vermehrte sich sein Vermögen in solch einem Maße, dass als nach seinem Tod jede seiner Frauen 1/8 von dem Vermögen bekommen sollte, diese für jede ca. 160.000 Dirham betrug.
Asim Ibn Adiyy brachte ca. 20t Datteln und übergab sie dem Propheten(sallAllahu alayhi wa salam). Dieser sprach auch für ihn ein Bittgebet.
Nach den Spenden waren die Heuchler eifersüchtig und erstaunt und behaupteten das Spendenverhalten sei nichts als reine Angeberei

Abu Aql(radiAllahu anhu) war ebenfalls dort. Er ging nach Hause und kam mit einer Menge von Datteln wieder. Mit „Oh Gesandter Allahs“ begann er seine Worte „Vorgestern Abend habe ich gegen Bezahlung einen Dattelgarten bewässert. Ich habe 2 Sa’ (ca. 6,24Kg) Datteln verdient. 1 Sa’ habe ich bei meiner Familie gelassen und 1 Sa’ habe ich dir gebracht, damit du es auf Allahs Weg ausgibst“ und übergab so dem Propheten(s) die Datteln. Unser Prophet(sallAllahu alayhi wa salam) sagte zu ihm, er solle die Datteln auf den Boden häufen…

Abu Aql gab von seinen Verdienst das, was in seinen Händen war, nämlich die Hälfte. Er konnte nur so viel machen. Damit hatte er entsprechend seiner Möglichkeiten die größte Hilfe gemacht. Wären seine Hände auch voll mit Datteln, wäre er mit dieser Absicht dazu bereit, die Hälfte zu geben.
Die Heuchler, die das bescheidene Verhalten Abu Aqls im Hintergrund betrachteten, konnten wieder nicht ruhig bleiben. Sie fingen an zu lachen und spotteten über unseren Sahabi: „Damit an Abu Aql zusammen mit den Reichen gedenkt wird, hat er 1 Sa’ Datteln gebracht. Hat Allah die Datteln, die Abu Aql gebracht hat denn überhaupt nötig?“

Abu Aql fühlte sich wegen den Äußerungen der Heuchler angegriffen und wurde traurig, jedoch konnte er den Heuchlern nicht antworten. Während er sich noch in dieser Betrübnis befand, offenbarte Dschibri’il(as) den folgenden Vers: „Diejenigen, die da jene Gläubigen schelten, die freiwillig Almosen geben, wie auch jene, die nichts (zu geben) finden als ihre eigene Leistung, und sie deswegen verhöhnen, denen wird Allah ihren Hohn vergelten, und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein.“ [9:79]

Während Allah Abu Aql und die anderen Sahabis verteidigte, beschämte Er die Heuchler und ließ sie erbärmlich scheinen.

Nach dem Tod von unseren Propheten(sallAllahu alayhi wa salam) führte unter den falschen Propheten Musaylima die Oberhand. Ohne Zeit zu verlieren, wollte Abu Bakr (radiAllahu anhu) den Herzlosen ihre Grenzen lehren. Er schickte eine große Streitkraft zu Musaylima. Dieser lebte in einem östlichen Gebiet Arabiens, namens Yamama. In dem Krieg von Yamama hatten viele Sahaba mit gekämpft. Auch Abu Aql nahm in dieser Mujahid-Schlacht teil.Um die Rechnung gegenüber den blinden Feinden von Allah abzugleichen, wurde Abu Aql ungeduldig. Abu Aql war sehr mutig und war der Besitzer eines flinken Körperbaus. Leider wurde er einer der ersten verletzten Mujahid in der Zwischenzeit des Kampfes. Ein Feind feuerte einen Pfeil ab und traf seine Schulter. Der Pfeil verletzte ihn jedoch nicht lebensgefährlich. Seine Linke Hälfte wurde nur gelähmt. Seine Freunde zogen den Pfeil raus und trugen ihn selber zum Zelt.
Es war Vormittag…
In dieser Zeit wurde der Krieg sehr aufgehetzt. Mal schafften die Kräfte der Feinde Druck auszuüben und die Soldaten des Islam zu zerstreuen. Zu der Zeit war Abu Aql so stark verletzt, dass er sich nicht mal bewegen konnte. Er konnte nicht einmal vom Boden aufstehen. Die Muslime flüchteten hin und her. Zur dieser Lage konnte Ma’n Ibn Adiy (radiAllahu anhu) keine Geduld zeigen und schrie zu den Ansar: „Habt Angst vor Allah! Habt Angst vor Allah! Verlasst nicht euern Graben, kehrt zurück zu dem Feind!“ Ma’n beabsichtigte die Muslime dazu anzuspornen, die Feinde anzugreifen: „Kommt auf diese Seite, kommt auf diese Seite“, rief er. Am Ende versammelten sich die Ansar doch:
Abu Aql, der die Stimme von Ma’n gehört hatte, wollte aufstehen, um sich den Ansar anzuschließen, dass er jedoch nicht in der Lage war, auf den Beinen zu stehen, war mehr als nur offensichtlich.
„O Abu Aql, was machst du, du kannst nicht kämpfen.“, riefen einige
„Hört ihr nicht, sie rufen mich“ schrie Abu Aql.
„Sie rufen die Ansar, nicht die Verletzten“, entgegneten sie. Diesbez. sagte Abu Aql folgendes: „Ich bin auch einer von den Ansar, auch wenn ich kriechen muss, werde ich der Einladung Folge leisten und ihnen hinterher gehen.“ Und er raffe sich zusammen und sich den Rücken bindend stellte e sich auf die Beine. Sein Schwert nahm er in seine rechte Hand und rannte zu den Ansar. Er fühlte sich sehr gesund und vergaß seine schmerzende Wunde. Dass die Islamische Armee besiegt werden würde, konnte er sich nicht vorstellen.
Er eiferte seinen Freunden nach und sagte: „O Ansar, kehrt so wieder zurück, wie ihr am Tage von Hunayn zu dem Feind zurückgekehrt seid und gewonnen habt, lasst ihnen kein Auge offen!“
Daraufhin versammelten sich die Ansar und standen den Feinden gegenüber. Mit großem Mut griffen sie den Feind und schlugen und drängten ihn bis zu deren eigenen Gartenwänden. Hier wurde der Kampf immer heftiger und man hörte nur noch Schwerter.
Den Zustand von Abu Aql zu diesem Zeitpunkt beschreibt Abdullah ibn Umar wie folgt: „Mal hat mein Auge Abu Aql erfasst. Sein verletzter Arm hatte sich von seiner Schulter getrennt und fiel auf den Boden. Darüber hinaus hatte er noch 14 tödliche Wunden zu sich gezogen“ Letztlich wurde auch der Feind Allahs, Musaylima getötet.
„Nach der Schlacht bin ich an Abu Aql angelangt, er hatte seine letzten Atemzüge von sich gegeben. Ich sagte: „O Abu Aql““.
Er antwortete mit einer lispelnden Stimme: „Ja, bitte!“ und sofort fragte er nach, wer die Schlacht gewonnen hätte?
„Gute Nachricht für dich“ sagte ich, meine stimme erhebend: „ Allahs Feind wurde besiegt“
Auf die gute Nachricht hob er seinen Finger und konnte noch “Alhamdulillah“ sagen.
Als wir nach Medina zurückkehrten erzählte ich die Geschehnisse meinem Vater. Dieser sagte:

„Allah erbarme sich Abu Aql (radiAllahu anhu). Er wollte immer unbedingt Shahid werden. Seitdem ich ihn kenne, war er einer der eifrigsten unter den Gefährten des Propheten(sallAllahu alayhi wa salam) und er war einer der ersten, die sich zum Islam bekannten.“

Möge Allah ta ala mit allen Sahaba zufrieden sein.

In dieser schönen Geschichte lernen wir liebe Brüder und Schwestern von der Namensänderung und wie der Prophet(sallAllahu alayhi wa salam) genau vorgegangen ist. Er versuchte jedem Neu-Muslim einen schönen Namen zu geben, der eine Verbindung zu Allah andeutet; so viel Abdul Rahman, Abdul Rahim usw.
Auch lernen wir über den Mut von unserem Sahabi, Abu Aql, der trotz seiner Schmerzen, wie der letzte Satz von ’Umar(radiAllahu anhu) auch sagt unbedingt seinen Mut für Allah beweisen wollte. Er ist ein Vorbild für die Muslime, die heutzutage gar wegen einem Mückenstich die Moscheen meiden und sich der ’Ibada ganz enthalten.
Möge Allah allen Muslimen Standhaftigkeit geben.
Ameen

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