Die Stellung der Frau als Mutter

In einem Hadith sagte der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm):
„Das Paradies liegt zu den Füßen der Mütter.“Ein weiterer Hadith fordert den Gehorsam der Kinder gegenüber der Mutter: „Allah hat die Widerspenstigkeit gegenüber den Müttern und das Begraben der Mädchen verboten.“
 Nach dem Verbot des Schirks (d.h. dass man Allah etwas zur Seite stellt, und damit Vielgötterei betreibt, was im Islam die größte Sünde darstellt) kommt das Verbot der Ungerechtigkeit gegenüber den Eltern.
 
Beide Elternteile sollen gut behandelt werden, aber der Mutter gebührt eine noch bessere Behandlung.Im Koran finden wir die Anweisung: 
Und sage ihnen gegenüber nicht „uff“. Mit „uff“ sind alle möglichen Unmutsäußerungen gemeint, mit denen man auf Forderungen, Bedürfnisse oder Ansprüche der Eltern reagieren könnte. Die Aufforderung, so etwas zu unterlassen, gilt insbesondere gegenüber der Mutter, da die Kinder üblicherweise zu der Mutter einen engeren Kontakt haben und aus diesem Grund möglicherweise ihr gegenüber einen geringeren Respekt zeigen als gegenüber dem Vater. Dass im Koran an dieser Stelle das kleinste Beispiel für Respektlosigkeit gegenüber den Eltern gewählt wird, zeigt, dass alles andere, was noch schlimmer ist (wie Beschimpfen, Vernachlässigen oder gar Schlagen) noch stärker verboten ist. Ein Hadith zeigt, welche Folgen die Vernachlässigung der Mutter nach sich ziehen kann.
 
Einer der Sahaba des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) lag im Sterben und seine Freunde kamen zu ihm und forderten ihn auf, die Schahada  zu sagen, damit er mit „La illaha illa lah“ sterben würde. 
Der Sterbende konnte jedoch die Schahada nicht aussprechen.
Seine Freunde gingen zum Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) und erzählten ihm davon. Dieser ließ die Mutter des Sterbenden rufen und erkundigte sich über ihren Sohn. Sie berichtete, dass ihr Sohn seine Frau ihr gegenüber bevorzugt und sie vernachlässigt hatte.

Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte ihr daraufhin, dass ihr Sohn, wenn sie ihm nicht verzeihen könnte, ohne die Schahada zu sprechen sterben würde.
Da verzieh die Mutter ihrem Sohn. Die Freunde des Sohnes kamen später zum Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) und berichteten ihm, dass er gestorben war, aber zuvor die Schahada noch ausgesprochen hat.”

Im Islam ist es Pflicht, die Eltern stets, mit Anstand und Respekt zu behandeln. Als weitere Pflicht, welche Gott befohlen hat, ist der Gehorsam den Eltern gegenüber, ausser in Sünden, und demjenigen, der dieses einhält hat Allah Belohnung im Jenseits versprochen.

Die ‘Âyah 9 / Sure Al-^ankabût bedeutet:
Allah hat den Menschen befohlen, die Eltern gut zu behandeln.
 
In Sure An-Nisâ‘/ ‘Âyah 36 heißt es sinngemäß:
Allah befahl den Menschen niemanden außer Ihm anzubeten und die Eltern gut zu behandeln.
 
Ein Mann kam zum Propheten Muhammad und sagte: „O Gesandter Gottes! Wer hat am meisten Anspruch, dass ich ihm ein guter Gefährte bin?“ Der Gesandte Gottes sagte daraufhin: „Deine Mutter!“ Der Mann sagte: „Und wer dann?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter!“ Der Mann sagte: „Und wer dann?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter!“ Der Mann sagte: „Und wer dann?“ Der Prophet sagte: „Dein Vater!“.
Imâm Al-Bukharyy überliefert 

Von dieser Aussage versteht man, dass die Mutter mehr Anspruch auf Respekt, gute Behandlung und Gehorsam hat, als der Vater. 

Dies steht der Mutter auf Grund der Schwere der Schwangerschaft, Entbindung und dem Stillen zu.
 
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