Jemanden übertrieben loben

Im Loben liegen zwei Gefahren, zum einen für den, der lobt und zum anderen für den, der gelobt wird.

Gefahr für denjenigen, der lobt: Möglicherweise kennt er denjenigen, den er lobt, gar nicht richtig. Man kann möglicherweise ganz falsch liegen, was dann auf eine (möglicherweise unabsichtliche, aber fahrlässige) Lüge hinausläuft. Oder aber er lobt jemanden, der eigentlich getadelt werden sollte.

Al-Hasan: „Wer für einen Tyrannen um Erhalt und Bewahrung betet, der liebt es, dass man ALLAH widerspenstig ist“.

Gefahr für denjenigen, der gelobt wird: Wenn man jemanden lobt, dann setzt man ihn der Gefahr aus, dass er arrogant und von sich voreingenommen wird:

Abu Bakra (radiALLAHU anhu ) berichtete: „Ein Mann lobte in Gegenwart des Propheten (Frieden und Segen auf ihm) einen anderen Mann. Da sagte er (d. h. der Prophet (Frieden und Segen auf ihm)): „Wehe dir, du hast den Nacken deines Gefährten gebrochen, du hast den Nacken deines Gefährten gebrochen“ – dies sagte er mehrmals. Dann sagte er: „Wenn jemand von euch seinen Bruder unbedingt loben will, dann soll er sagen: »Ich denke, dass diese Person so und so ist« – wenn er über die Person dies weiß – »und ALLAH ist der derjenige, der mit ihm abrechnet. Und ich stelle niemand vor ALLAH als rein dar«“ (Buchari 2662/Muslim 3000)

Derjenige, der gelobt wird, muss also sehr aufpassen, dass er nicht hochmütig wird, indem er sich bewusst macht, dass alle Gaben und aller Erfolg nur von Allah, dem Erhabenen, kommen.

Quelle: Tazkija / Charakterreinigung – Wie man ein guter Mensch wird

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Mein Vater gab mir den besten Rat meines Lebens

Ein Mann sagte einst:
Mein Vater gab mir den besten Rat meines Lebens.

Er sagte:
„Mein Sohn, bemühe dich deine Ehre davor zu schützen, dieser Welt hinterher zu laufen, und dich vor ihren Menschen zu erniedrigen. Sei zufrieden, und du wirst ehrenvoll leben.
Ein Sprichwort lautet: „Jemanden, der mit Brot und Gemüse zufrieden ist, kann keiner unterwerfen.“
Wisse mein Sohn, dass mein Vater ein wohlhabender Mann war, der ein Vermögen im Wert von Tausenden hinterlassen hat. Als ich in die Pubertät kam, wurden mir 20 Dinar und zwei Häuser gegeben, und mir wurde gesagt, dass dies alles war, was er hinterlassen hatte. Ich nahm das Geld und kaufte damit Bücher (über relig. Wissen). Die Häuser verkaufte ich, und gab das Geld auf der Suche nach Wissen aus. Nichts blieb von dem, was ich geerbt hatte.
Dein Vater hat sich niemals in seinem Streben nach Wissen erniedrigt, noch zog er durch die Städte, wie andere Prediger dies taten. Er hat niemals eine Nachricht verschickt, in der er andere um etwas gebeten hat, und alle seine Angelegenheiten laufen problemlos:

„Und wer Allah fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg, und gewährt ihm Versorgung, von wo (aus) er damit nicht rechnet.

[at-Talaq: 2-3]“

[Aus dem Englischen aus Sincere Counsel to the Students of Sacred Knowledge; geschrieben von ibn al-Jawzi in Laft al-Kabid ila Nasiha al-Walad]

Die Welt ist das Gefängnis des Gläubigen…

Abdullah ibn Mubarak (rahimahullah) sagte:

„Die Welt ist das Gefängnis des Gläubigen. Die beste Tat im Gefängnis ist die Geduld und das Bezwingen des Zornes. Der Gläubige hat kein Land in der Welt. Sein Land wird morgen dort im Jenseits sein.“

Einer der Salaf pflegte zu sagen:

„Wenn du ALLAH nahe sein willst, dann stelle eine eiserne Wand zwischen dich und deine Begierden.“

[Min Akhlaq as-Salaf von Ahmad Fareed]