Die Fürsprache des Propheten, SallAllahu alayhi wa salam

Nachdem viele Menschen in die Hölle gefallen sind, legt Muhammad (Allahs Segen und Heil auf ihm) Fürsprache für seine Ummah ein. Er sagt: „So werfe ich mich unter dem Thron nieder und sage: „O Herr, meine Ummah, meine Ummah!“ Da setzt Allah mir eine Grenze. Daraufhin hole ich sie aus der Hölle heraus und bringe sie ins Paradies. Dann kehre ich zurück und werfe mich unter den Thron nieder und sage: „O Herr, meine Ummah, meine Ummah!“ Da setzt Er mir eine Grenze, und ich hole sie aus der Hölle heraus und hole sie ins Paradies. Dann kehre ich zurück, werfe mich unter dem Thron nieder und sage: „O Herr, meine Ummah, meine Ummah!“ Und Er setzt mir eine Grenze, da hole ich sie aus der Hölle heraus und bringe sie ins Paradies, dann kehre ich ein viertes Mal zurück, werfe mich unter dem Thron nieder und ich sage: „O Herr, meine Ummah, meine Ummah“ – selbst diejenigen, die sich widersetzt haben. Da setzt Er mir eine Grenze, da hole ich sie aus der Hölle und bringe sie ins Paradies. Und dann bin ich beschämt vor meinem Herrn, doch ich flehe: „O Herr, o Herr….“ Da spricht Allah: „O Muhammad, geh und hole alle diejenigen aus der Hölle heraus, die bezeugten, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und in ihrem Herzen ist Glauben vom Gewicht eines Gerstenkörnchens.“ Dann hole ich sie aus der Hölle, dann kehre ich zurück, und ich bin beschämt, doch ich flehe: „O Herr, o Herr….“ Da spricht Allah: „O Muhammad, geh und hole diejenigen aus dem Feuer heraus, die bezeugten, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und in ihrem Herzen ist Glauben vom Gewicht eines Weizenkörnchens.“ Dann bringe ich sie heraus und flehe: „O Herr, o Allah…“ Da spricht Er: „O Muhammad, hole aus dem Feuer heraus, wer bezeugte, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und in ihrem Herzen ist Gutes vom Gewicht eines Stäubchens.“ Da bringe ich sie aus dem Feuer heraus, bis niemand mehr von meiner Ummah übrig bleibt. Dann werde ich gefragt: „Bist du zufrieden, Muhammad?“ Da antworte ich: „Ich bin zufrieden, o Herr, ich bin zufrieden.“

(Sahih Muslim Nr.286)
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Die Abschiedspredigt des Propheten sallAllahu alayhi wa salam

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

Während seiner Abschiedshajj, im Dhu’l-Hiddscha des Jahres 10 nach der Hidschra (632 n. Chr.), richtete der Prophet Muhammad (Allahs Heil und Frieden auf ihm) wiederholt Worte an seine Gefährten, die in ihrer Gesamtheit als „Abschiedspredigt“ überliefert werden. Folgendes ist eine Zusammenstellung der bekanntesten Worte aus dieser Predigt:„Hier bin ich, o Allah, hier bin ich. Hier bin ich, Du hast keinen Mitgott, hier bin ich. Wahrlich, alles Lob und alle Huld sind Dein und alle Herrschaft, Du hast keinen Mitgott.“Alles Lob gebührt Allah, Ihn loben wir und bei Ihm suchen wir Beistand. Ihn bitten wir um Verzeihung und zu Ihm kehren wir reuig um. Bei Ihm nehmen wir Zuflucht vor unserem eigenen Übel und vor dem Schlechten unserer Taten. Wen Allah rechtleitet, für den gibt es keinen, der ihn  fehlgehen lässt, und wen Allah fehlgehen lässt, so gibt es für ihn keinen Rechtleitenden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, Er ist einzig, und Er hat keinen Mitgott. Sein ist die Herrschaft und Sein ist das Lob. Er gibt Leben und Er lässt sterben, und Er hat Macht über alle Dinge. Es gibt keinen Gott außer Allah, Er ist einzig. Er hat Sein Versprechen erfüllt und Seinem Diener zum Sieg verholfen, und Er allein hat die Scharen der Feinde zunichte gemacht.Ihr Menschen! Hört meine Worte, denn ich weiß nicht, ob ich nach diesem Jahr noch einmal an diesem Ort mit euch zusammentreffen werde.Fürwahr, euer Herr ist ein Einziger, und ihr stammt alle von einem Urvater ab. Ein Araber hat keinen Vorzug vor einem Nichtaraber, und ein Nichtaraber hat keinen Vorzug vor einem Araber, noch ist ein Weißer besser als ein Schwarzer oder ein Schwarzer besser als ein Weißer, außer durch Gottesfürchtigkeit.Ihr Menschen! Wahrlich, euer Blut und euer Eigentum sind unverletzlich bis ihr eurem Herrn begegnet, so, wie dieser Tag und dieser Monat unverletzlich sind. Bald schon werdet ihr vor euren Herrn treten und nach euren Taten befragt. Wem also ein Gut anvertraut wurde, der gebe es dem zurück, der es ihm anvertraut hat.3 Und jeglicher Zins ist aufgehoben  – nur eure Grundkapitalien stehen euch zu; handelt nicht unrecht, und ihr werdet nicht unrecht behandelt.Alle Bräuche aus den Tagen der Unwissenheit sind unter meinen Füßen abgeschafft. Abgeschafft ist auch jegliche Blutschuld aus der Zeit der Unwissenheit. Die erste Blutschuld, die ich erlasse, ist die gegenüber (unserem Angehörigen) ’Amir ibn Rabi’a ibn al-Harith, welcher beim Stamm Sa’d aufwuchs und durch die Hudhail getötet wurde. Ebenso ist jeder Zins aus der Zeit der Unwissenheit abgeschafft. So ist der erste Zinsbetrag, den ich erlasse, der, welcher (meinem Onkel) ’Abbas ibn ’Abd al-Muttalib zustand, dadurch ist nun jeder Zins aufgehoben.

Hört auf meinen Rat und behandelt die Frauen gut, denn sie sind an euch gebunden und vermögen nichts für sich selbst (d.h. brauchen euch). Allah hat sie euch ja anvertraut, und mit ihnen zu verkehren wurde euch durch die Worte Allahs erlaubt. Begreift also meine Worte, o ihr Menschen, denn ich  habe es euch bereits verkündet.

Ihr habt gewisse Rechte gegenüber euren Frauen, und eure Frauen haben gewisse Rechte euch gegenüber. Euer Recht ihnen gegenüber ist, dass sie niemandem erlauben, auf eurem Lager zu sitzen und niemanden eure Häuser betreten lassen, den ihr nicht mögt. Und ihr Recht euch gegenüber ist, dass ihr sie mit Bekleidung und Speise gut versorgt.

Und ich habe euch etwas hinterlassen, wodurch ihr niemals mehr fehlgehen werdet, so ihr daran festhaltet: das Buch Allahs und die Sunna Seines Propheten.Ihr Menschen, es gibt keinen Propheten nach mir und keine Umma nach euch. Dient also eurem Herrn, verrichtet eure fünf täglichen Gebete, fastet euren Monat Ramadan, gebt bereitwillig die  Zakat-Abgabe aus euren Vermögensgütern, vollzieht die  Hajj zum Hause eures Herrn, gehorcht denjenigen, die für eure Angelegenheiten zuständig sind, und ihr werdet in den Paradiesgarten eures Herrn eingelassen.Das Hinausschieben (eines heiligen Monats) ist ja eine Steigerung der Glaubensverweigerung, womit diejenigen fehlgehen, die den Glauben verweigern. Sie gestatten es ein Jahr und verwehren es ein Jahr, damit sie die Anzahl übereinstimmend machen mit dem, was Allah heilig gemacht hat, also gestatten sie, was Allah verwehrt hat (9:37)’, und verwehren, was Allah gestattet hat. Die Zeit (d. h. die Reihenfolge der Monate) ist wieder am gleichen Punkt angelangt, wie an dem Tag, an dem Allah die Himmel und die Erde geschaffen hat. Die Anzahl der Monate bei Allah ist ja zwölf Monate in der Schrift Allahs, am Tag, als Er die Himmel und die Erde geschaffen hat. Davon sind vier heilig’ (9:36), drei aufeinanderfolgende: Dhu’lQa’da, Dhu’l-Hiddscha und Muharram, und der Radschab von Mudar, der zwischen Dschumada und Scha’ban liegt.Kehrt nach mir nicht als Fehlgehende zum Irrtum zurück, so dass ihr euch gegenseitig tötet.4Niemand, der ein Verbrechen begeht, ist dafür verantwortlich außer er selbst. Weder ist das Kind verantwortlich für das Verbrechen seines Vaters, noch ist der Vater verantwortlich für das Verbrechen seines Kindes.Wahrlich, der Satan hat jede Hoffnung verloren, in diesem euren Land jemals wieder angebetet zu werden, doch ihr werdet ihm in den Dingen von euren Taten gehorchen, die ihr für gering erachtet, und er wird damit zufrieden sein. So nehmt euch in Acht vor ihm in eurer Religion.

Ihr Menschen! Hört meine Worte und begreift sie! Wisset, dass jeder Muslim dem anderen Muslim ein Bruder ist und dass alle Muslime Brüder sind. Keinem ist etwas vom Gut seines Bruders erlaubt, außer dem, was er ihm aus freien Stücken gibt, behandelt einander also nicht ungerecht.

Ihr Menschen! Hört und gehorcht, selbst wenn einem verstümmelten, abessinischen Sklaven die Befehlsgewalt über euch gegeben würde, solange er das Buch Allahs unter euch umsetzt.

Ihr Menschen! Allah, der Mächtige und Erhabene, hat jedem sein Recht zugeteilt, deshalb gilt  ein Testament zugunsten eines Erben nicht (, wenn es  gegen dieses Recht verstößt).

So verkünde es der Anwesende dem Abwesenden, denn vielleicht verkündet es der Anwesende jemandem, der es besser behält als er.Und ihr werdet über mich befragt werden, was werdet ihr also sagen?“ Darauf sagten die Gefährten: „Wir bezeugen, dass Du die Botschaft verkündet, das Prophetentum erfüllt und aufrichtigen Rat gegeben hast.“ Daraufhin hob Allahs Gesandter (Allahs Heil und Frieden auf ihm) seinen Zeigefinger gen Himmel, deutete dann auf die Leute und sagte:

„O Allah, sei mein Zeuge! O Allah, sei mein Zeuge! O Allah, sei mein Zeuge!“In jenem Dhu’l-Hiddscha, am Tag von Arafat, sandte Allah, der Gepriesene undErhabene, die folgenden Worte herab:

(Heute habe Ich für euch eure Religion vollendet, und Ich habe Meine Gnade an euch erfüllt, und Ich habe für euch den Islam als Religion auserwählt.) (Qur´an 5:3)

Quelle: Islamreligion.co

Der gute Umgang mit den Ehefrauen

Der gute Umgang mit den Ehefrauen

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) fordert die Männer zum guten Umgang mit ihren Ehefrauen auf

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) hat seiner Gemeinschaft anhand von Sprüchen und Taten gezeigt, wie das Eheleben aussehen soll. Von ihm (sallAllahu alayhi wa salam) sind in diesem Bezug viele Sprüche überliefert worden:

Abu Huraira (radiAllahu anhu) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa salam) sagte: „Seid gütig zu den Frauen! Die Frau wurde aus einer Rippe erschaffen, und wahrlich, die stärkste Krümmung der Rippe ist der obere Teil. Wenn du die Rippe gerade richten willst, brichst du sie und wenn du sie so lässt, bleibt sie krumm. Seid also gütig zu den Frauen!“

In der Überlieferung von Muslim steht außerdem: „Ihr Brechen wäre durch die Scheidung.“ Seht, wie der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) die Aufforderung, mit den Frauen gut umzugehen, mit der Natur der Frauen vereinigt hat, damit die Männer diese Empfehlung akzeptieren. Ein Mann soll die Natur der Frau verstehen und geduldig zu ihr sein, anstatt von ihr zu erwarten, dass sie immer auf dem geraden Weg beharren wird.

In diesem Sinne sagte ein damaliger Dichter: „Wer in den Sachen nach dem Gegenteil ihrer Natur sucht, ähnelt einem, der im Wasser nach einer Flamme sucht.

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) wiederholte diese Empfehlung bei jeder Gelegenheit. In seiner Abschiedsrede widmete er sich (sallAllahu alayhi wa salam) diesem Thema zu und sagte: „Hört auf meinen Rat und behandelt die Frauen gut, denn sie sind an euch gebunden und vermögen nichts für sich selbst (d.h. brauchen euch). Allah hat sie euch ja anvertraut, und mit ihnen zu verkehren wurde euch durch die Worte Allahs erlaubt. Begreift also meine Worte, o ihr Menschen, denn ich habe es euch bereits verkündet.

Ihr habt gewisse Rechte gegenüber euren Frauen, und eure Frauen haben gewisse Rechte euch gegenüber. Euer Recht ihnen gegenüber ist, dass sie niemandem erlauben, auf eurem Lager zu sitzen und niemanden eure Häuser betreten lassen, den ihr nicht mögt. Und ihr Recht euch gegenüber ist, dass ihr sie mit Bekleidung und Speise gut versorgt.

Und ich habe euch etwas hinterlassen, wodurch ihr niemals mehr fehlgehen werdet, so ihr daran festhaltet: das Buch Allahs und die Sunna Seines Propheten.“ (überliefert von Muslim).

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) hat mehrmals zum guten Umgang mit den Frauen aufgerufen, weil er (sallAllahu alayhi wa salam) weiß, dass einige Männer die Natur ihrer Frauen nicht verstehen können, besonders wenn sie wütend sind. Einige Männer lassen sich gleich scheiden und ruinieren somit ihr Familienleben.

Deswegen hat der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) in einer anderen Überlieferung die Männer auf das Gute für ihre Familien hingewiesen: „Ein gläubiger Mann darf seine gläubige Frau nicht hassen. Sollte er eine ihrer Eigenschaften nicht ausstehen, dann wird er (sicherlich) mit einer anderen Eigenschaft von ihr zufrieden sein“ (Muslim).

In einem anderen Spruch sagte er (sallAllahu alayhi wa salam): „Der vollkommenste Gläubige ist derjenige, der die besten Charakterzüge hat und der seine Frau am freundlichsten behandelt“ (Al-Tirmithi u.a.). Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) sagte auch: „Der beste von euch ist der jenige, der seine Frau am besten behandelt und ich behandle meine Frauen am besten.“

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) hat auch gesagt: „Jede Tat, in der Allahs Gedenken fehlt, ist Ablenkung oder Zerstreutheit, außer vier Taten: Das Laufen zwischen den beiden Zielen (beim Bogenschießen), das Dressieren eines Pferdes, der Spaß mit der Familie und das Schwimmens-Lernen.“

Außerdem bestehen noch viele Überlieferungen des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam), die zum freundlichen Umgang mit der Frau und der Familie auffordern.

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) war barmherzig, liebevoll und zärtlich zu seinen Frauen, den Müttern der Gläubigen, aber er (sallAllahu alayhi wa salam) war weise und reagierte entsprechend der Situation. Wenn Liebe und Zärtlichkeit ergiebiger waren, dann war das sein Weg. Wenn Zurechtweisung oder Meidung gefragt waren, hat er demgemäß reagiert.

Wie bereits erwähnt, verfügt die Frau über eine besonders emotionale Natur. Deshalb braucht sie jemanden, der nachsichtig zu ihr ist, für sie sorgt und sie zu Recht weist, wenn es nötig ist, ohne ihre Gefühle zu verletzen.

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) ist in seinem ehelichen Leben seinen Verantwortungen nachgekommen und gilt als das Vorbild für seine Gemeinschaft in allen Aspekten, darunter auch die Art des zu Recht Weisens.

Als seine Frauen mehr von dem Weltlichen haben wollten und von ihm (sallAllahu alayhi wa salam) mehr Geld verlangten, als er zur Verfügung hatte – das widersprach auch die Weltabsage, die der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) für sich ausgewählt hat -, hat er (sallAllahu alayhi wa salam) sie einen Monat verlassen, bis Allah (subhanahu wa ta ala) diese Verse im Koran herabsandte:

[O Prophet! Sprich zu deinen Frauen: „Wenn ihr das Leben in dieser Welt und seinen Schmuck begehrt, so kommt, ich will euch eine Gabe reichen und euch dann auf schöne Art entlassen. Doch wenn ihr Allah und Seinen Gesandten und die Wohnstatt des Jenseits begehrt, dann wahrlich, hat Allah für die unter euch, die Gutes tun, einen herrlichen Lohn bereitet“.] (33: 28, 29)

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) hat seine Ehefrauen zwischen ihm, mit seiner armen Lebenssituation, und der Scheidung auswählen lassen. Sie haben sich für Allah (subhanahu wa ta ala) und für Seinen Gesandten (sallAllahu alayhi wa salam) entschieden, wie Anas, Umm Salama und Ibn Abbas berichteten (überlieferte Hadithe in Buchari und Muslim).

So war es, wenn die Frauen des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) einen Fehler begangen hatten, den er hätte nicht übersehen können, so hat er (sallAllahu alayhi wa salam) seine Frauen auf eine schöne Art zurechtgewiesen, ohne zu über reagieren.

Dies beweist das Gleichgewicht seiner Charakterzügen, und wie er (sallAllahu alayhi wa salam) jede Angelegenheit richtig beurteilt hat.

Seine Liebenswürdigkeit und Zärtlichkeit zu seinen Frauen

Seine Liebenswürdigkeit und Zärtlichkeit zu seinen Frauen

Von den Vorstellungen der Liebenswürdigkeit und Zärtlichkeit mit deiner Frau ist eine davon, sie mit dem am meisten von ihr geliebten Namen zu rufen, oder ihren Namen zu verniedlichen, als Andeutung der Zuneigung oder ihren Namen sanft oder vereinfacht auszusprechen. Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) pflegte zu seiner Frau A´ischa zu sagen: O Ai’sch! O Ai’sch! Ğibril (Gabriel lässt dich mit dem Friedensgruß (Salaam) grüßen. Er pflegte auch A´ischa „Al-Humaira´“ zu nennen. Das ist im Arabischen die Verkleinerungsform für “Al-Hamra´“ und damit ist Rötliche gemeint (Ibn Khathir „Al Nahaya“) und ein Gefährte sagte: Al-Hamra´ (Rot) bedeutet bei dem Volk vom “Hedschas“ (Umgebung von Mekka) die Hellhäutige mit Röte und das ist selten bei ihnen. Also rief der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) Aischa mit diesem Kosenamen.

A´ischa (radiAllahu anha) berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, küsste gewöhnlich eine seiner Frauen, während er fastete. Dann lachte sie.

A´ischa (radiAllahu anha) berichtete auch, dass Allahs Gesandter gesagt hat: Die vollkommensten im Glauben sind von den Gläubigen jene mit dem besten Charakter und Benehmen, und die Besten von euch sind die, die ihre Frauen am besten behandeln.

Von diesen Hadithen erkennen wir, wie sehr der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) seine Frauen achtete und wie gut er zu A´ischa (radiAllahu anha) war.

Eine weitere Vorstellung von der ehelichen Liebe ist die, dass der Mann seine Ehefrau (mit allem was sie braucht an Nahrung usw.) versorgt. Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) hat gesagt: „Jedes Vermögen, welches du für den Unterhalt deiner Familie ausgibst, wird gleich dem Lohn einer Sadaqa (Almosen) bewertet, selbst das Brotstück das du in den Mund deiner Frau tust. Selbst das Brotstück, das du mit deiner Hand zum Mund deiner Frau führst, wird als Sadaqa (Almosen) bewertet. Also gewinnst du damit nicht nur ihr Herz, sondern es wird als Sadaqa (Almosen) bewertet und du wirst von Allah (subhanahu wa ta ala) dafür belohnt. Was für einen guten Eindruck wird das bei deiner Frau erwecken!

O Bruder, was kostet es dich, in dieser Weise mit deiner Frau umzugehen? Nichts! Auβer, dass du dir ein Vorbild am Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) nimmst, deine Belohnung von Allah(subhanahu wa ta ala) erwartest, gute Zusammenarbeit mit deiner Frau ausübst und deine Seele aufbaust, denn die Scharia´ hat dir verordnet, liebenswürdig, lustig und zärtlich gegenüber deiner Frau zu sein, weil dies die Herzen verbindet und zur Zuneigung führt.

Wir haben viel über das Leben unseres geliebten Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) gelesen, was die Glaubensangelegenheiten, was das pädagogische, das politische oder das militärische oder ökonomische Gebiet angeht. Aber es wurde sehr wenig über das private Leben des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) und über seine Beziehung zu seinen Frauen geschrieben bzw. publiziert. Wer sich die familiären Beziehungen des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) genauer ansieht, wird entdecken, dass es sehr viele Werte gibt, die wir in unserem heutigen Leben sehr dringend brauchen und die, falls wir sie praktizieren, die ehelichen Beziehungen stärken können.

Wir werden einige Beispiele erwähnen, wie der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) die Gefühle seiner Frau berücksichtigt hat, wie er seine Frau schätzte und wie er ihr seine Liebe zeigte. Einmal wollte A’ischa (radiAllahu anha) den Propheten nach seiner Liebe zu ihr fragen. Sie fragte: „Wie ist deine Liebe zu mir? Der Prophet (allAllahu alayhi wa salams) antwortete: „Wie der Knoten in einem Seil.“ Danach fragte A’ischa (radiAllahu anha) den Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) von Zeit zu Zeit: „Wie geht es dem Knoten? Jedes Mal antwortete er (sallAllahu alayhi wa salam), dass er noch im selben Zustand wäre, ohne Veränderung. Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) hat Aischa (radiAllahu anha) seine Liebe zu ihr als Knoten in einem Seil dargestellt und dass die Liebe zu ihr in seinem Herz verwurzelt ist. Diese Worte haben sie ohne Zweifel erfreut, als sie diese Darstellung der Gefühle ihres Mannes vernahm. Stellen wir uns die Freude von Aischa (radiAllahu anha) vor, als sie diese Worte hörte! Sie weiβ schon von vorher, dass der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) sie lieb hat, denn schon viele Male hörte sie ihn sagen, dass sie bevorzogen wäre, so wie „Ath-Tharid“ allen anderen Speisen vorzuziehen ist.

Der Mann hat eine bestimmte Art der Äuβerung seiner Gefühle. Ganz anders, als die Art der Frau, denn wenn die Frau ihre Gefühle zeigen will, spricht sie darüber und sagt: „Ich liebe dich, ich sehne mich nach dir… Ich brauche dich, ich vermisse dich.“ Diese Worte, werden von jeder Frau immer wieder zu ihrem Mann gesagt. Der Mann aber, wenn er seine Gefühle zeigen will, zeigt sie durch Arbeit und Leistung, jedoch selten durch Worte. Wenn ein Mann seiner Frau mitteilen will, dass er sie liebt, kauft er ihr was sie sich wünscht oder er bringt ihr Speisen, Getränke oder Möbelstücke.

So zeigt der Mann seine Liebe. Das ist natürlich eine negative Eigenschaft des Mannes, die aber der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) überwunden hat. Der Prophet(sallAllahu alayhi wa salam) zeigte Aischa (radiAllahu anha) seine Liebe und Zuneigung, indem er das ihr sagte. Ebenso hat er ihr alles, was eine Frau von ihrem Mann zu hören wünscht, gesagt, was ein hoher Grad von vorbildlichem Umgang zwischen dem Mann und seiner Frau ist. Da berichtet Ibn Asaker uns über Aischa (radiAllahu anha), dass der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) ihr gesagt hat, dass sie auch seine Frau im Paradies ist. Wie war der psychische Zustand von Aischa und wie waren ihre Gefühle, nachdem sie diese Worte gehört hat, die ihr die Liebe und Zuneigung im Diesseits und im Jenseits gewiss machten?!

Al-Aas Ibn Ar-Rabi‘, der Mann von Zainab, der Tochter des Propheten, (sallAllahu alayhi wa salam) verließ Mekka, um vor dem Islam zu fliehen. So schickte seine Frau Zainab jemanden zu ihm, damit er nach Mekka zurückkehrt und den Islam annimmt. Er schickte ihr aber einen Brief, in dem es stand: „Ich schwöre, dass deinem Vater nichts vorzuwerfen ist. Nichts ist mir lieber als, mit dir, meine geliebte Frau, auf dem gleichen Weg zu gehen. Ich verabscheue es aber, dass über dich gesagt wird, dein Mann habe seinen Stamm im Stich gelassen. Kannst du das verstehen und mir verzeihen?“ Es ist sehr klar aus dem Brief zu entnehmen, dass Al-Aas Zainab liebte, weil er mit ihr auf demselben Weg sein wollte, wo immer auch dieser Weg war und er hasste es, dass etwas über sie gesagt wird, dass sie belästigt. Am Ende bittet er sie, ihn zu verstehen und zu verzeihen. Aufgrund dieser Liebe konnte sie schließlich zu ihm gehen, um mit ihm als Muslim zurückzukommen.

Manche Autoren behaupten, dass die Frau in Europa und Amerika mehr geehrt wird, und erwähnen, z. B. dass der Mann seiner Frau die Autotür öffnet. Äuβerlich ist das zwar Respekt, jedoch gibt es andere Seiten, an welche ein reifer Mensch erkennen kann, dass die Frau weniger geachtet und geehrt wird. Für Muslime ist die Beziehung zwischen Mann und Frau keine Art von Kampf, sondern der Eine ergänzt den Anderen. Der gegenseitige Respekt von Ehepartnern ist Pflicht.

Als Beispiel dafür erwähnen wir folgendes: Als Safia (radiAllahu anha), die Frau des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam), ihn während seines Zurückziehens in der Moschee in den letzten zehn Tagen des Monats Ramadan besuchte, sprach sie mit ihm für eine Stunde und wollte dann gehen. Er stand auf, um sich von ihr an der Tür zu verabschieden. In einer anderen Erzählung sagte er ihr: „Warte, bis ich dich begleite.“ Ihr Haus war in der Gegend Dar Osama, so ging er mit ihr. Wir wünschen, dass immer Respekt zwischen den Ehepartnern herrscht, denn der Respekt ist das Geheimnis der ehelichen Liebe und des Fortbestehens der Familien.

Wie schön wäre das eheliche Leben, wenn Männer und Frauen mit solch einer Einstellung miteinander umgehen?! Wie dringend sollten wir die prophetische und die islamische Geschichte lesen, um die schönsten Seiten des ehelichen Lebens zu entdecken!

Die Sanftmut und Geduld des Propheten sallAllahu alayhi wa salam

Die Sanftmut und Geduld

Die Sanftmut und Geduld des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) gegenüber seinen Frauen (radiAllahu anhu), als sie manchmal emotional reagierten

Was die Sanftmut und Geduld des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) gegenüber seinen Frauen betrifft, so verkörpert er (sallAllahu alayhi wa salam) das höchste menschliche Beispiel. Es ist nämlich keiner bekannt, der mit seinen Frauen geduldiger und sanftmütiger umging, als der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam), selbst wenn seine Frauen manchmal zu emotional reagierten. Und das ist trotz seiner Erhabenheit und der Höhe seiner Stellung bei Allah (subhanahu w ata ala) und bei den Menschen. Die überlieferten Beispiele dafür sind in den Kapiteln „Die Geduld“ und „Die Großzügigkeit“ geführt worden, was an sich genügend ist. Jedoch werden hier weitere Beispiele geführt, die diese Eigenschaft des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) erhellen mögen:

Umar Ibn Al-Chattab (radiAllahu anhu) berichtete: „Wir, Quraischiten, haben immer das Sagen bei unseren Frauen. Als wir (nach Medina) zu Al-Ansar kamen, fanden wir Frauen, die ihren Männern widersprachen. So fingen unsere Frauen an, das Verhalten der Frauen von Al-Ansar zu imitieren.“ Er berichtete weiter: „Als ich einmal mit meiner Frau diskutierte, wurde meine Stimme laut und sie widersprach mir. So verwarf ich das. Sie sagte: Warum verwirfst du, dass ich dir widerspreche? Bei Gott! Die Ehefrauen des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) widersprechen ihm manchmal. Und die eine von ihnen spricht manchmal nicht mit ihm einen ganzen Tag bis zur Nacht.“ Fort berichtete er: „Das erschrak mich, und ich sagte zu ihr: Diejenige unter ihnen, die das tut, hat doch verloren.“ Dann sagte er: Ich zog mich darauf hin um, und ging aus, bis ich zu Hafsah (radiAllahu anha) kam und ihr sagte: O Hafsah, ärgert sich die eine von euch über den Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) bis zur Nacht? Sie sagte: Ja. Er berichtete fort: Ich sagte: Dann hast du doch verloren. Befürchtest du nicht, dass Allah (subhanahu wa ta ala) wegen des Ärgers des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) ärgerlich werden könnte?“ (Al-Buchari)

Überlegen Sie mal, wie sich Umar (radiAllahu anhu) über den einfachen Widerstand seiner Frau aufregte, während der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) es akzeptierte, dass seine Frauen ihm widersprechen! Er ertrug ihren Ärger auch, wenn sie beleidigt waren und für einen Tag nicht mit ihm sprachen, obwohl er doch der tugendhafte Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) und der große Führer war. Welch ein großartiger Nachsinn und welch vollkommene Geduld!

Es ist zu bewundern, dass er (sallAllahu alayhi wa salam) immer in wohlwollender Art zu seinen Frauen sprach, selbst wenn sie manchmal zu emotional reagierten, als ob nichts passierte. Aischa (radiAllahu anha) berichtete: „Einmal sagte mir der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam): Ich weiß wohl, wann du mit mir zufrieden bist und wann du dich über mich ärgerst.“ Sie berichtete fort: „Ich fragte: Woher weißt du das? Er sagte: „Wenn du mit mir zufrieden bist, dann sagst du beim Schwören: „Nein, bei Muhammads Gott!“ Und wenn du über mich ärgerlich bist, dann sagst du: „Nein, bei Ibrahims Gott“.“ Sie fuhr fort: „Ich sagte: Ja, bei Gott, o Gesandter Allahs. Ich könnte nur deinen Namen meiden.“ (Al-Buchari)

Anas (radiALlahu anhu) berichtete: „Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) war einmal bei einer seiner Ehefrauen. Da sandte ihm eine andere Ehefrau eine Schüssel mit Essen. Die Mutter der Gläubigen, in dessen Haus sich der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) aufhielt, schlug gegen die Hand des Dieners (Träger der Schüssel), woraufhin die Schüssel auf den Boden fiel und zerbrach. Darauf hin sammelte der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) die zerbrochenen Teile der Schüssel und das Essen, während er sagte: Eure Mutter ist eifersüchtig geworden. Er ließ dann den Diener stehen bleiben, bis eine neue Schüssel aus dem Haus der Ehefrau, wo der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) war, gebracht wurde, und er gab seiner Ehefrau, deren Schüssel zerbrochen wurde, die neue Schüssel.“ (Al-Buchari)

Was für ein vorbildliches Verhalten! So viel Geduld hatte der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) gegenüber seinen Frauen, selbst als eine von ihnen ihre Hände in seiner Anwesenheit ausstreckte, um gegen die Schüssel zu schlagen, was der Höflichkeit zu ihm (sallAllahu alayhi wa salam) widersprach. Trotzdem war er dem gegenüber erhaben, großzügig, geduldig und vergebend, während er (sallAllahu alayhi wa salam) imstande war, sich von ihnen zu trennen. Aber er (sallAllahu alayhi wa salam) war geduldig, gütig und barmherzig. Er vergab und verzieh; solche und ähnliche Handlungen ließen ihn nur geduldiger werden, da er (sallAllahu alayhi wa salam) die Natur der Frau gut verstand und damit bestens umgehen konnte. Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) gilt als das beste Vorbild für alle Ehemänner!