Das Leben im Grab

Das Leben im Grab

Frage:
Wenn ein Verstorbener im Grab am Leben ist, lebt er auf die gleiche Art wie im vorherigen Leben? Wie viele seiner Sinne werden für ihn wiederhergestellt? Für wie lange bleibt er im Grab am Leben?
Wenn der Verstorbene im physischen Sinne befragt wird, wie geht dies vonstatten, im Falle derjenigen, die verbrannt (eingeäschert) wurden, wie die Hindus, Japaner und andere?
Wo findet ihre Befragung statt?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah.
Es sollte angemerkt werden, dass es für jeden gläubigen Mann und für jede gläubige Frau obligatorisch ist, an das zu glauben, worüber Allah sie in Seinem Buch oder durch die Lippen Seines Gesandten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) hinsichtlich der Angelegenheiten des Jenseits, der Abrechnung, des Paradieses und der Hölle oder des Todes, des Grabes und der Qual oder Glückseligkeit im Grab sowie hinsichtlich aller Angelegenheiten des Verborgenen, die im edlen Quran oder in den sahih Überlieferungen der Sunna erwähnt werden, informierte. Wir müssen daran glauben und es akzeptieren, denn wir wissen, dass unser Herr die Wahrheit in allem, was Er sagt und worüber Er informiert, berichtet.

Allah sagt (ungefähre Bedeutung):

„… Und wer ist wahrhaftiger als Allah in Seinen Worten?“ [4:122]

„…Und wer ist wahrhaftiger als Allah in der Aussage?“ [4:87]

Wir wissen, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) der wahrhaftigste Mensch war und dass er niemals auf der Basis seiner eigenen Gelüste und Begierden sprach; es war Offenbarung, die ihm übermittelt wurde. Was auch immer durch die sahih Ahadith bewiesen wurde, daran zu glauben ist eine Pflicht, selbst wenn wir es nicht vollständig verstehen. Was wir also zu tun haben, ist, an das zu glauben, was bezüglich der Angelegenheiten des Jenseits, des Paradieses und der Hölle, des Segens der Leute des Paradieses, der Qual der Leute der Hölle sowie der Tatsache, dass ein Mensch im Grab gepeinigt oder gesegnet wird und dass seine Seele zu ihm zurückkehren wird, berichtet wurde.
All dies ist wahr und wird in den Schriften bestätigt, weshalb wir uns diesen Tatsachen unterwerfen und an alles, was wir aus dem Quran lernen oder was in der sahih Sunna überliefert wurde oder worin die Gelehrten des Islams einen Konsens erarbeitet haben, glauben müssen.Wenn Allah einen gläubigen Mann oder eine gläubige Frau mit Wissen über die Gründe dafür segnet, dann ist es sogar besser. Lasst ihn also Allah lobpreisen und Ihm danken für das Wissen und die Einsicht, die Er gewährte, wodurch sein Seelenfrieden und Verständnis ansteigen.Bezüglich der Befragung im Grab und des Zustandes des Verstorbenen, lässt sich sagen, dass die Befragung real ist. Die Seele des Verstorbenen wird wiederhergestellt; sahih Überlieferungen in dieser Hinsicht wurden vom Gesandten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) berichtet.
Das Leben des Verstorbenen im Grab ist anders als das Leben in dieser Welt; es ist eine spezielle Art des Lebens in al-Barzakh (dem Zeitabschnitt zwischen seinem Tod und dem Tag der Auferstehung), welches nicht wie das Leben dieser Welt ist, wo er Essen, Trinken etc. benötigt. Es ist eine besondere Lebensform, wobei er die Fragen und Antworten verstehen kann, sodass die zwei Engel ihn fragen:
„Wer ist dein Herr? Was ist deine Religion? Wer ist dein Prophet?“
Der Gläubige wird sagen:
„Mein Herr ist Allah, Islam ist meine Religion und Muhammad ist mein Prophet.“
Das werden die Antworten der gläubigen Männer und Frauen sein. Dann wird er gefragt werden: „Was weißt du über diesen Mann (Muhammad [Allahs Frieden und Segen seien auf ihm])? Er wird sagen: „Er ist ein Gesandter Allahs. Er brachte uns Rechtleitung und wir glaubten an ihn und folgten ihm.“ Es wird gesagt werden: „Wir wussten, dass du ein Gläubiger warst.“ Dann wird ein Tor des Paradieses für ihn geöffnet und er wird Ruhe, Fürsorge und Segen empfinden. Es wird gesagt werden: „Dies ist dein Platz bis Allah dich dafür auferweckt.“ Und ihm wird sein Platz in der Hölle gezeigt und es wird zu ihm gesagt werden: „Dies wäre dein Platz gewesen, wenn du nicht an Allah geglaubt hättest, doch jetzt hat Allah dir Zuflucht davor gewährt und du gelangst ins Paradies.“Was den Kafir anbelangt, so wird er über seinen Herrn, seine Religion und seinen Propheten befragt werden und er wird sagen: „Oh, oh, ich weiß es nicht. Ich hörte die Leute etwas sagen, so sagte ich das Gleiche.“ Daraufhin wird er mit einem eisernen Stab geschlagen und er wird einen Schrei ausstoßen, der von allen gehört werden kann außer den ath-Thaqalain, d.h. den Menschen und den Jinn; die Tiere werden ihn hören. Dann wird ein Tor der Hölle für ihn geöffnet und sein Grab wird beengt, bis seine Rippen sich verbiegen und sein Grab wird wie eine der Höhlen der Hölle. Ein Tor der Hölle wird für ihn geöffnet und er wird ihre Hitze und Qual spüren. Es wird gesagt werden: „Dies ist dein Platz bis Allah dich dafür auferweckt.“
Dann wird ein Tor des Paradieses für ihn geöffnet, ihm wird sein Platz im Paradies gezeigt und es wird zu ihm gesagt:
„Dies wäre dein Platz gewesen, wenn Allah dich rechtgeleitet hätte.“Daher wissen wir, dass das Grab entweder einer der Paradiesgärten oder eine der Höllengruben sein wird. Die Qual oder der Segen wird dem Körper ebenso wie der Seele im Grab widerfahren und außerdem im Jenseits, entweder im Paradies oder in der Hölle.Wegen derjenigen, die durch Ertrinken oder Verbrennen starben oder die von wilden Tieren gefressen wurden, ihre Seelen werden ihren Anteil an der Qual oder am Segen haben und dies wird ihre Körper an Land oder zur See erreichen oder auch in den Mägen wilder Tiere, so wie Allah es will. Doch das meiste des Segens oder der Qual wird ihre Seelen treffen, welche entweder in einem Zustand des Segens oder in einem Zustand der Qual verbleiben.
Die Seele des Gläubigen wird ins Paradies gehen; der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte:

„Die Seele des Gläubigen ist ein Vogel, der auf den Bäumen des Paradieses sitzt, ihre Früchte essend; die Seele des Kafirs geht zur Hölle.“

Jeder muslimische Mann und jede muslimische Frau muss akzeptieren, was Allah und Sein Gesandter (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) uns sagten, und daran so glauben, wie es von Allah gemeint war, selbst wenn einige der Bedeutungen vor uns verborgen sind.
Und Allah besitzt vollkommene Weisheit, gepriesen sei Er.

Schaykh Abd al-Aziz ibn Baz, rahimahullah

Majmu Fatawa wa Maqalat Mutanawwia li Samahat, S. 338

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Gründe für die Strafe im Grab

Schirk (Allah andere beigesellen) und Kufr (nicht an Ihn zu glauben)

Allah sagt über die Leute des Pharao (ungefähre Bedeutung): „das (Höllen-) Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden. Und am Tag, da sich die Stunde erhebt (wird es heißen): „Lasst die Leute Fir’auns in die strengste Strafe eingehen.““ (40:46). 

  Und Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „…Und wenn du sehen würdest, wie sich die Ungerechten (Dhālimūn – Polytheisten und Übeltäter) in den Fluten des Todes befinden und die Engel ihre Hände ausstrecken: `Gebt eure Seelen heraus! Heute wird euch mit der schmählichen Strafe vergolten, dass ihr stets über Allah die Unwahrheit gesagt habt und euch gegenüber Seinen Zeichen (Āyāt – Zeichen, Verse, Lehren, Offenbarungen) hochmütig zu verhalten pflegtet.`“ (6:93). Der Beweis, dass Schirk einer der Gründe für die Bestrafung im Grab ist, kann dem Hadīth von Zayd ibn Thābit (möge Allah mit ihm zufrieden sein) entnommen werden: „Wir waren bei ihm, als der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) in einem zu Banu-l-Najjār gehörenden Garten auf seinem Reittier saß, es strauchelte und ihn beinahe abwarf. Dort sah er einige Gräber, vier, fünf oder sechs. Er fragte: `Wer kennt die Bewohner dieser Gräber?` Ein Mann antwortete: `Ich kenne sie.` Er sagte: `Wann sind sie gestorben?` Der Mann antwortete: `Sie starben im Schirk.` Er sagte: `Diese Ummah wird in ihren Gräbern bestraft. Wäre es nicht so, dass ihr einander nicht begrabt, dann würde ich Allah bitten, euch das hören zu lassen, was ich höre von der Qual im Grab.` Dann wandte er sich uns zu und sagte: `Sucht Zuflucht bei Allah vor der Strafe des Höllenfeuers…`“ (Muslim #2867).    

Der in diesem Hadīth verwendete Wortlaut „sie starben im Schirk“ bedeutet, dass Schirk ein Grund für die Strafe im Grab ist.

Heuchelei 

Die Heuchler sind diejenigen, die es am meisten verdienen, im Grab bestraft zu werden. Wie könnte es anders sein, wo sie doch die niedrigste Stufe der Hölle einnehmen?   Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Unter den Wüstenarabern in eurer Umgebung gibt es Heuchler und (auch) unter den Bewohnern von al-Madinah, die in der Heuchelei geübt sind. Du (oh Muhammad) kennst sie nicht, aber Wir kennen sie. Wir werden sie zweimal strafen, und hierauf werden sie einer gewaltigen Strafe zugeführt werden.“ (9:101).  

Qatādah und al-Rabī` ibn Anas sagten bezüglich des Ausdrucks „Wir werden sie zweimal strafen“: Einmal in dieser Welt und das zweite Mal erfolgt die Strafe im Grab.

In den Ahādīth über die Befragung der zwei Engel und die Qual im Grab wird das Wort „Heuchler“ (Munāfiq) oder „Zweifler“ (Murtāb) in vielen Berichten deutlich erwähnt, wie z. B. in dem Bericht, der bei al-Bukhāri (#1374) von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein) verzeichnet wurde: „… was den Kāfir und den Heuchler angeht, zu ihm wird gesagt werden…“. Und in al-Sahīhayn wird von Asma’ (möge Allah mit ihr zufrieden sein) berichtet: „Was den Heuchler oder den Zweifler angeht…“

Die Religion Allahs zu ändern, indem man das verbietet, was Allah erlaubt hat, oder das erlaubt, was Er verboten hat

Der Beweis, dass die Änderung der Religion Allahs einer der Gründe für die Bestrafung im Grab ist, liegt in den Worten des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Ich sah `Amr ibn `Āmir al-Khuzā’i seine Eingeweide in der Hölle schleppen. Er war der Erste, der al-Sā’ibah einführte.“ (al-Bukhāri #4623).    Sā’ibah war eine Kamelstute, eine Kuh oder ein Schaf, das sie um der falschen Götter willen grasen ließen und es wurde nicht geritten, gegessen oder für das Tragen von Lasten verwendet. Einige von ihnen gaben Schwüre ab, dass sie einen Teil ihres Vermögens in ein Sā’ibah investieren würden.     Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Die Araber von den Söhnen Ismā`īls und andere, die in der Umgebung des Frühen Hauses, welches von Ibrāhīm und Ismā`īl erbaut worden war, lebten, waren Hanīf (Monotheisten), die der Religion Ibrāhīms folgten, bis einer der Führer von Khuzā`ah, nämlich `Amr ibn Luhayy, seine Religion änderte. Er war der Erste, der die Religion Ibrāhīms zum Schirk änderte, und der Dinge verbot, die Allah nicht verboten hat. Daher sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Ich sah `Amr ibn `Āmir al-Khuzā’i seine Eingeweide in der Hölle schleppen.“ (Daqā’iq al-Tafsīr 2/71). 

Nicht darauf zu achten, dass man nicht mit Urin beschmutzt wird und boshaften Klatsch unter den Menschen verbreiten 

Es wurde berichtet, dass ibn `Abbās sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) ging an zwei Gräbern vorbei und sagte: `Sie werden bestraft, doch sie werden nicht für etwas bestraft, das schwierig zu vermeiden war. Einer von ihnen pflegte herumzugehen und Namīmah (boshaften Klatsch) zu verbreiten und der andere achtete nicht darauf, dass kein Urin auf ihn kam.“ (al-Bukhāri #218; Muslim #292).   Es wurde von ibn `Abbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Das meiste der Qual im Grab geht auf Urin zurück, vermeidet es also umsichtig.“

(al-Dāraqutni; von al-Albāni in Sahīh al-Targhīb 1/152 als sahīh klassifiziert). 

Ghībah (Lästerei)

Darauf basierend nannte al-Bukhāri (möge Allah ihm barmherzig sein) ein Kapitel in Kitāb al-Janā’iz (Buch der Begräbnisse): „Die Bestrafung im Grab aufgrund von Lästerei und Urin“. Darin verzeichnete er den oben genannten Hadīth über die zwei Gräber, nur dass die Version von al-Bukhāri die Lästerei nicht erwähnt, sondern von Namīmah (boshaftem Klatsch) handelt, doch wie es seine Gepflogenheit war, bezog er sich auf das, was in einigen Versionen des Hadīth berichtet wurde: „Was den anderen anbelangt, er wurde für Lästerei bestraft.“ (Ahmad 5/35; von al-Albāni in Sahīh al-Targhīb wa-l-Tarhīb 1/66 als sahīh klassifiziert). 

Lügen

Gemäß dem Hadīth von Samurah ibn Jundub (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „… und kamen zu einem Mann, der flach auf seinem Rücken lag und ein anderer Mann stand über ihm, einen eisernen Haken haltend. Er steckte den Haken in eine Seite des Mundes des Mannes und riss von dieser Seite aus das Gesicht bis zur Rückseite (des Halses) auf. Ähnlich riss er seine Nase von vorn bis hinten auf und seine Augen von vorn bis hinten. Dann wandte er sich der anderen Seite des Gesichts zu und tat dort das Gleiche, wie er es vorher auf der ersten Seite getan hatte. Kaum war er fertig damit, wurde die erste Seite wieder in ihren normalen Zustand gebracht. So ging er zurück und führte alles von vorne durch. Ich sagte zu meinen zwei Gefährten: `SubhānAllah! Wer sind diese zwei Personen?` …“ Am Ende des Hadīth sagte er über jenen, der bestraft wurde: „so ist das der Mann, der am Morgen aus seinem Haus geht und eine Lüge erzählt, die so schwerwiegend ist, dass sie sich überall auf der Welt verbreitet.“ (al-Bukhāri #7074).    

Den Qur’ān vergessen, nachdem man ihn gelernt hat, Schlafen und ein Pflichtgebet verpassen

 
In dem Hadīth von Samurah ibn Jundub sagte er: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „…Ich zog mit ihnen los und wir kamen zu einem Mann, der flach auf seinem Rücken lag und ein anderer Mann stand über seinem Kopf, einen großen Felsbrocken haltend. Er warf den Felsen auf den Kopf des Mannes, ihn zerschmetternd. Der Felsen rollte davon und derjenige, der ihn geworfen hatte, folgte ihm und hob ihn auf. Als er zum Mann zurückkam, war dessen Kopf wieder in seinen vorherigen Zustand zurückgekehrt. Dann tat er (derjenige, der den Felsen geworfen hatte) dasselbe wie er es zuvor getan hatte. Ich sagte zu meinen zwei Gefährten: `SubhānAllah! Wer sind diese beiden?` … `Der erste Mann, an dem du vorbeikamst, dessen Kopf mit dem Felsen zerschmettert wurde, ist der Mann, der den Qur’ān studierte, doch weder rezitierte er ihn noch handelte er danach, und er ging Schlafen, wobei er die Pflichtgebete vernachlässigte.`“   Nach einer anderen Version: „Was den Mann anbelangt, den du sahst, wie sein Kopf mit einem Felsen zerschmettert wurde, so ist er der Mann, der den Qur’ān studierte und ihn dann nicht beachtete und der schlief und die Pflichtgebete verpasste.“ (al-Bukhāri #7076).     Al-Hāfiz ibn Hajar (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte, dass diese Überlieferung eindeutiger ist als die erste. Die offensichtliche Bedeutung der ersten ist, dass er dafür bestraft wird, dass er den Qur’ān in der Nacht nicht las, wohingegen die zweite darauf hinweist, dass er für das Schlafen und Verpassen der Pflichtgebete bestraft wird. Er sagte: „Es kann sein, dass die Strafe für beides ist, für das Nicht-Lesen und das Nicht-Befolgen.“    Ibn Hajar sagte: „Ibn Hubayrah sagte: `Das Verlassen des Qur’āns, nachdem man ihn gelernt hat, ist ein schweres Verbrechen, denn es kann auch bedeuten, dass er darin etwas gesehen hat, was ihn dazu veranlasste davon abzulassen, und weil er die edelste Sache, nämlich den Qur’ān, verlassen hat. Er sollte am edelsten Teil seines Körpers, nämlich dem Kopf, bestraft werden.`“ (Fath al-Bāri 3/251).    
 

Verzehr von Riba

In dem Hadīth von Samurah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) heißt es: „So gingen wir weiter und kamen zu einem Fluss.` – Ich denke, er sagte, dass er rot wie Blut war. – `In dem Fluss schwamm ein Mann und am Ufer war ein Mann, der viele Steine gesammelt hatte. Während der Schwimmer schwamm, näherte der Mann, der die Steine gesammelt hatte, sich ihm. Der Schwimmer öffnete seinen Mund und der Mann am Ufer warf einen Stein hinein, dann fuhr der Schwimmer fort zu schwimmen. Jedes Mal, wenn er zurückkam, öffnete er erneut seinen Mund und der Mann vom Ufer warf einen anderen Stein hinein. … Der Mann, den du in dem Fluss schwimmen sahst, dem Felsen in seinen Mund geworfen wurden, ist derjenige, der Riba (Zinsen) konsumierte.“
 

Zina (Ehebruch, unerlaubte sexuelle Beziehungen)

In dem Hadīth von Samurah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) heißt es: „So gingen wir also weiter und kamen zu einer Art Tannūr (eine Art Ofen, überzogen mit Lehm, wird gewöhnlich zum Brotbacken verwendet).` – Ich denke, der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte, dass in dem Ofen Lärm und Stimmen waren. – Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) fügte hinzu: `Wir schauten hinein und sahen nackte Männer und Frauen. Eine Flamme des Feuers erreichte sie von unten und wenn sie sie erreichte, schrien sie laut auf. Ich fragte sie: `Wer ist das?` … Die nackten Männer und Frauen, die du in einem Gebilde sahst, das einem Ofen ähnelte, sind die Ehebrecher und Ehebrecherinnen.“
 

Andere zur Rechtschaffenheit ermahnen und sich selbst vergessen

Es wurde berichtet, dass Anas ibn Mālik (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „In der Nacht, in der ich mit auf die Nachtreise (Isra’) genommen wurde, sah ich Männer, deren Lippen mit Scheren aus Feuer abgeschnitten wurden. Ich fragte: `Wer sind diese, oh Jibrīl?` Er antwortete: `Das sind die Khatīb deiner Ummah, die die Menschen zur Rechtschaffenheit ermahnten und sich selbst vergaßen, und sie pflegten das Buch zu rezitieren, doch sie begriffen nicht.`“ (Ahmad 3/120; von al-Albāni in al-Sahīhah #291 als sahīh klassifiziert).   Nach al-Bayhaqi: „In der Nacht, in der ich mit auf die Nachtreise genommen wurde, kam ich zu einigen Menschen, deren Lippen mit Scheren aus Feuer abgeschnitten wurden. Jedes Mal, wenn sie abgeschnitten waren, wurden sie wiederhergestellt. Ich sagte: `Oh Jibrīl, wer sind jene?` Er antwortete: `Die Khatīb deiner Ummah, die das sagten, was sie nicht taten, und die das Buch Allahs rezitierten, doch nicht entsprechend handelten.`“
(al-Bayhaqi in Schu’ab al-Īmān; von al-Albāni in Sahīh al-Jāmi’ #128 als hasan klassifiziert).

Das Fasten im Ramadān ohne Rechtfertigung brechen  

Es wurde berichtet, dass Abu Umāmah al-Bāhili (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagen: „Während ich schlief, kamen zwei Männer zu mir, nahmen mich bei den Armen und brachten mich zu einem Berg, wo sie sagten: `Steige hinauf.` Ich erwiderte: `Ich kann nicht.` Sie sagten: `Wir werden es dir leicht machen.` So stieg ich hinauf, bis ich auf der Spitze des Berges laute Stimmen hörte. Ich sagte: `Was sind das für Stimmen?` Er sagte: `Es sind die Schreie der Leute der Hölle.` Dann nahmen sie mich weiter mit und ich sah einige Menschen an ihren Fersen aufgehängt, die Seiten ihrer Münder aufgerissen und das Blut floss aus ihren Mündern heraus. Ich fragte: `Wer sind diese?´ Er antwortete: `Es sind diejenigen, die ihr Fasten brachen, bevor es ihnen gestattet war, das zu tun.`“ (ibn Hibbān und al-Hākim 1/290, 291; ; von al-Albāni in al-Sahīhah #3951 als sahīh klassifiziert). 

Von der Kriegsbeute zu stehlen

Dies wird durch den Hadīth von Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) über den Mann, der ein Kleidungsstück von der Kriegsbeute stahl, bezeugt und der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, die Kleidung, die er von der Beute am Tag von Khaybar nahm, als diese noch nicht verteilt war, verbrennt ihn mit Feuer.“ (al-Bukhāri #4234; Muslim #115).
 

Die Kleider aus Stolz hinterherschleifen

Dies wird durch den Hadīth von ibn `Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) bewiesen, demgemäß der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Während ein Mann seine Kleidung aus Stolz hinter sich herzog, wurde er von der Erde verschluckt und er wird darin versunken bleiben bis zum Tag der Auferstehung.“ (al-Bukhāri #3485; Muslim #2088).
 

Von den Pilgern zu stehlen

Dies wird durch den Hadīth von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) über das Gebet bei einer Finsternis bewiesen, in dem es heißt, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Die Hölle wurde gebracht und das ist, als ihr mich rückwärts laufen saht, aus Angst vor ihren Flammen, die mich berühren könnten. Ich sah darin den Besitzer des gekrümmten Stocks, seine Eingeweide im Feuer hinter sich herziehend; er pflegte von den Pilgern mit seinem gekrümmten Stock zu stehlen und wenn er erwischt wurde, sagte er: `Ich bin an meinem Stock hängen geblieben`, doch wenn er nicht erwischt worden wäre, hätte er es genommen.“
(Muslim #904). 
 

Tiere einsperren, sie quälen und kein Mitleid mit ihnen haben

 Gemäß dem Hadīth von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) über das Gebet bei einer Finsternis, sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Und ich sah eine Frau, die eine Katze hatte, welche sie festband und nicht fütterte und sie ließ sie auch nicht von den Tierchen der Erde fressen, bis sie verhungerte.“ (Muslim #904).   Al-Bayhaqi sagte in seinem Buch Ithbāt `Adhāb al-Qabr (S. 97): „Als er das Gebet zur Finsternis verrichtete, sah er denjenigen, der seine Eingeweide in der Hölle trug, und denjenigen, der für Diebstahl bestraft wurde, und die Frau, die für eine Katze bestraft wurde. Sie sind in ihren Gräbern zu verrotteten Knochen geworden, soweit die Leute seiner Zeit betroffen waren, doch diejenigen, die mit ihm beteten, sahen nicht, was er sah.“
 

Schulden

 Zu den Dingen, die dem Verstorbenen in seinem Grab schaden, gehören seine Schulden. Es wurde berichtet, dass Sa`d ibn al-Atwal sagte: „Mein Bruder starb und hinterließ 300 Dinar sowie junge Kinder. Ich wollte für sie spenden, doch der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte zu mir: „Dein Bruder ist gefangen von seinen Schulden, gehe hin und begleiche sie.“ So ging ich und bezahlte sie, dann kam ich zurück und sagte: „Oh Gesandter Allahs, ich habe sie für ihn beglichen und es ist niemand übrig außer einer Frau, die zwei Dinar beansprucht, doch sie hat keinen Beweis dafür.“ Er sagte: „Gib es ihr, denn sie sagt die Wahrheit.“ (Ahmad #16776; ibn Mājah 2/82; von al-Albāni in Sahīh al-Jāmi` #1550 als sahīh klassifiziert) 

Schutz vor der Grabstrafe Sura Al Mulk

 
Es wird von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen auf ihn) überliefert, dass der Prophet (Frieden und Segen Allahs seien auf Ihm) sagte: „”Im Qurân gibt es eine Surah mit dreißig Versen, welche für einen Mann Fürsprache einlegen, bis ihm vergeben wird; nämlich die Surah: Tabaarak Alathi bi yadihi’l-mulk [Surah Al-Mulk].”
(At-Tirmidhi, 2891; Abu Dawood, 1400; Ibn Maajah, 3786.  )

At-Tirmidhi sagte, dies ist ein hasan Hadith. Es wurde als sahih von Scheich al-Islam Ibn al-Taymiyyah in Majmoo “Fataawa, 22/277, und Scheich al-Albaani bei Sahih Ibn Maajah, 3053 eingestuft.

Was gemeint ist, ist das eine Person es jede Nacht lesen, danach in Übereinstimmung mit den enthaltenen Regeln handeln und an den Inhalt glauben sollte (und muss).

Es wird überliefert, dass ‘Abd-Allah ibn Mas’ud sagte: “Wer Tabaarak allaahi yadihi’l bi-Mulk [dh Surah Al-Mulk] jede Nacht liest, den wird Allah von den Qualen des Grabes schützen. Zu der Zeit des Gesandten Allahs (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) haben wir sie al-maani’ah (das was schützt) genannt. In dem Buch von Allah ist es eine Surah, die, wer immer sie jede Nacht rezitiert, gut gehandelt hat.”
Berichtet von al-Nasaa’i, 6 / 179; eingestuft als Hasan von al-Albaani in Sahih al-Targheeb wal-Tarheeb, 1475.

Die Gelehrten des „Standing Committee“(ständiger Ausschuss) , sagten:

Auf dieser Grundlage besteht die Hoffnung, dass, wer an diese Surah glaubt und sie regelmäßig liest, für das Wohlgefallen Allahs, die Lehren in ihr lernt und in Einklang mit der Rechtsprechung darin handelt, sie für denjenigen Fürsprache [im Jenseits sein wird] .

Und Allah ta`ala weiß es am besten.