Häufige Lesung des Qur’ans

„Eines der größten Mittel, um die Standhaftigkeit und Sicherheit des Herzens zu erreichen ist die häufige Lesung des Qur’ans, denn er lässt die Herzen weich werden und lässt ihre Festigung zunehmen, besonders dann, wenn der Mensch ihn mit Besinnung liest.“

-Shaikh Ibn Uthaymin رحمه الله  
[Fatāwa Nūrun ʿala ad-Darb]

Die muslimische Frau 

Sheikh bin Bāz rahimaullah sagte:

„Die muslimische Frau genießt einen hohen Status im Islām und hat eine große Wirkung auf das gesamte Leben der Muslime. Folgt eine Frau die Rechtleitung des Qurʾān und die Sunna des Propheten Muḥammad ﷺ, erfüllt sie eine Rolle, um eine rechschaffene und reine Gesellschaft zu erziehen und zu bilden.“

[من أقوال سماحة الشيخ بن باز في الدعوة ٩٨]

Wie lautet die Fatwa über das laute Aussprechen der Niyya (Absicht) für das Gebet und die Reinigung?

Antwort: Das ist eine Bid’a (Erneuerung). Solches wurde weder vom Propheten صلالله عليه وسلم noch von seinen Gefährten berichtet. Aus diesem Grund ist es zu vermeiden. Der Ort für die Absicht ist das Herz. Es ist niemals nötig, eine Absicht zu äußern.
Schaikh bin Baz رحمه الله

Zusammengestellt von

Muhammad bin `Abdul-`Aziz Al- Musnad

Übersetzt von

Abu Ammar Ghembaza Moulay-Mohamed

Wird das Du‘â’ eines Sünders nicht erhört?

(Übersetzt von Umm Djumâna)

Frage:
Der Prophet (Frieden und Segen ALLAHs seien auf ihm) sagte, dass das Du‘â’ desjenigen,
der harâm Dinge isst oder trägt, nicht erhört wird. Wird das Du‘â’ eines Sünders nicht
erhört?

Antwort:
Alles Lob gebührt ALLAH.
Das Erhören eines Du‘â’ von jemandem, der ALLAH anruft, ist im Prinzip ein Hinweis auf
die Rechtschaffenheit und Frömmigkeit dieser Person, aber nicht immer ist dies
zutreffend. Das Du‘â’ eines Sünders kann beantwortet werden, als Mittel, um ihn zu
locken oder aufgrund einer anderen Weisheit. Allâh beantwortete das Gebet des Shaytân,
als dieser sagte:
„‚Mein Herr, so gewähre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt
werden.’
Er sagte: ‚Gewiss, du gehörst zu denjenigen, denen Aufschub gewährt wird.’“
[al-Hidschr 15:36-37]

Diese Antwort war keine Ehre für ihn, sondern es war eine Demütigung, um seine
Sünden zu vermehren, damit seine Strafe größer wird – wir suchen Zuflucht bei ALLAH.
Und es wurde bestätigt, dass der Prophet (Frieden und Segen ALLAHs seien auf ihm)
sagte: „Das Bittgebet des Unterdrückten wird beantwortet, auch wenn er ein Sünder ist,
und seine Sünden lasten auf ihm.“

(Berichtet von Ahmad, siehe Sahîh al-Jâmi‘, 3382)

Ebenso bedeutet die Tatsache, dass ein Du‘â’ nicht beantwortet wird, nicht immer, dass
der Bittende ein Sünder ist. Es gibt einige Gebete, die ALLAH unserem Propheten
Muhammad (Frieden und Segen ALLAHs seien auf ihm) nicht gewährte. Er (Frieden und
Segen ALLAHs seien auf ihm) sagte: „Ich bat meinen Herrn um drei Dinge, von denen Er
mir zwei gewährte…“(Berichtet von Muslim, 2890)

ALLAH beantwortete einige der Gebete Seines Propheten (Frieden und Segen ALLAHs seien
auf ihm) aus einem wichtigen Grund nicht, und zwar um die Menschen zu lehren, dass
sie keine Kontrolle über irgendetwas besitzen, sondern dass alles unter der Kontrolle
Allâhs steht.

Siehe Sharh al-Arba‘în li’l-‘Allâmah al-Nawawi und Kitâb al-Du‘â’von Sheikh Muhammad al-Hamad 

Sich lustig machen über eine Frau die den korrekten Hijab trägt

Frage:
Wie lautet das Urteil über jemanden, der sich über eine Frau lustig macht, die den korrekten islamischen Hijab trägt und ihr Gesicht und ihre Hände bedeckt?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah.

Wer auch immer sich über einen muslimischen Mann oder eine muslimische Frau lustig macht, die sich an die islamische Scharia hält, ist ein Ungläubiger – ob er eine muslimische Frau dafür verspottet, dass sie den korrekten islamischen Hijab einhält, oder aus anderen Gründen.
Abd-Allah Ibn ´Umar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein) berichtete, dass während der Schlacht von Tabuk ein Mann sagte: „Ich habe nie etwas wie unsere Quranleser gesehen. Sie haben die größten Bäuche, die lügnerischsten Zungen, und sie sind die feigsten, wenn sie auf den Feind treffen.“ Ein anderer Mann sagte: „Du lügst, und du bist ein Heuchler. Ich werde gewiss dem Gesandten Allahs (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) davon berichten, [was du gesagt hast].“
Er berichtete dem Gesandten Allahs (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) davon, dann wurde Quran offenbart. Abd-Allah Ibn Umar sagte: „Ich sah ihn (diesen Mann) sich in den Sattel der Kamelin des Gesandten Allahs (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) hängen und über die Steine galoppieren, und er [der Prophet (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm)] sagte (ungefähre Bedeutung): „Galt euer Spott etwa Allah und Seinen Ayat (Beweise, Hinweise, Verse, Lektionen, Zeichen, Enthüllungen etc.) und Seinem Gesandten? Versucht euch nicht zu entschuldigen. Ihr seid ungläubig geworden, nachdem ihr geglaubt habt. Wenn Wir einem Teil von euch vergeben, so bestrafen (Wir) den anderen Teil deshalb, weil sie Mujrimun (Ungläubige, Polytheisten, Sünder, Kriminelle) waren.“ [At-Tauba 9:65-66]

Demnach ist das Spotten über die Gläubigen, gleich dem Spotten über Allah, Seinen Versen und Seinem Gesandten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm). Und Allah ist die Quelle der Kraft.

Al-Lajna ad-Daima, in al-Fatawa al-Jamia li-l-Mara al-Muslima, Band 3, S. 813

Die Voraussetzungen für die Gebetskleidung der 🚺

(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)

Frage:
Können Mädchen in Hosen beten? Was ist die Kleidung, die die Sharî’ah für das Gebet
vorschreibt?

Antwort:
Alles Lob gebührt ALLAH.
Die Gebetskleidung, die für Frauen vorgeschrieben ist, ist jegliche Kleidung, die ihren
gesamten Körper mit Ausnahme von Gesicht und Händen bedeckt; sie muss weit und
blickdicht sein, so dass keine Umrisse irgendeines Teils ihres Körpers sichtbar sind.
Die Tatsache, dass die Gebetskleidung der Frau ihren gesamten Körper bedecken muss,
wird durch den Hadîth von Umm Salamah (möge ALLAH mit ihr zufrieden sein) angezeigt,
als sie darüber befragt wurde, in welcher Kleidung eine Frau beten soll. Sie sagte: „Sie
soll in einem Khimâr (Kopfbedeckung) und einem Qamîs (Hauskleid oder langes Hemd)beten, das ihre Fußspitzen bedeckt.“ 

(Berichtet von Abu Dawûd, 639)

Dies wurde ebenso in einem marfû’ [d.h. dem Propheten (Frieden und Segen ALLAHs seien auf ihm)zugeschriebenen] Hadîth berichtet.

Al-Hâfiz ibn Hajar sagte in Bulûgh al-Marâm 
(S. 40):

Die Imâme stuften den mawqûf Bericht als sahîh ein.

Ibn Taymiyah (möge ALLAH
barmherzig mit ihm sein) sagte: Die bekannte Ansicht besteht darin, dass er mawqûf ist
mit einem Isnâd, der bei Umm Salamah endet, aber er hat dasselbe Gewicht wie ein
marfû’ Hadîth.

(Sharh Kitâb al-Salâh min al-‘Umdah, S. 365)

Und der Prophet (Frieden und Segen ALLAHs seien auf ihm) sagte: „ALLAH wird das Gebet einer Frau, die die Geschlechtsreife erlangt hat, nicht akzeptieren, außer mit einem Khimâr (Kopfbedeckung).“

(Berichtet von Abu Dawûd (641), al-Tirmidhi (377), Ibn Mâjah
(655); von al-Albâni in Sahîh al-Jâmi’ (7747) als sahîh eingestuft.)

Daher ist es notwendig, etwas zu tragen, was den kompletten Körper mit Ausnahme des
Gesichts bedeckt. Die Gelehrten hatten unterschiedliche Ansichten bezüglich dessen, ob
es für eine Frau verpflichtend ist, ihre Hände und Füße während des Gebets zu bedecken.
Was die Hände anbelangt: Die Mehrheit der Gelehrten ist der Ansicht, dass es nicht
verpflichtend ist, sie zu bedecken. Von Imam Ahmad wurden diesbezüglich zwei
verschiedene Ansichten berichtet.

Sheikh al-Islam Ibn Taymiyah war der Ansicht, dass es nicht verpflichtend ist. So heißt es in al-Insâf: Dies ist die korrekte Ansicht.
Was die Füße anbelangt: Die Mehrheit der Mâlikis, Shâfa’is und Hanbalis ist der Ansicht,
dass es verpflichtend ist, sie zu bedecken. Dies ist auch die Ansicht, die in einer Fatwa
des Ständigen Komitees für die Erlassung von Fatwas dargelegt wurde (6/178): 

Sheikh Ibn Bâz (möge ALLAH barmherzig mit ihm sein) sagte:
Während des Gebets ist die gesamte Frau mit Ausnahme ihres Gesichts ‘Aurah. Die
Gelehrten waren bezüglich der Hände unterschiedlicher Ansichten. Einige von ihnen
sagten, dass es verpflichtend ist, sie zu bedecken und andere sagten, dass es erlaubt ist,
sie unbedeckt zu lassen. In dieser Sache gibt es einen weiten Spielraum, in shâ’ ALLAH,
aber es ist besser, sie zu bedecken, um nicht in das Gebiet der Meinungsverschiedenheit
der Gelehrten hinein zu geraten. Was die Füße anbelangt, so ist es nach der Mehrheit der
Gelehrten verpflichtend, sie während des Gebets zu bedecken.
Zitat-Ende

Majmû’ Fatâwa Ibn Bâz, 10/410