Das Echo der Stimme

Es wird erzählt das ein Junge im Wald spazieren war.
Plötzlich hörte er ein Geräusch. Er fragte: wer ist da?
Das Echo seiner Stimme kam zurück, wer ist da? Er wurde lauter und stellte die Frage erneut, wer ist da? Das Echo seiner Stimme, wer ist da? Er wurde wütend und sagte, willst du mich ärgern? Das Echo seiner Stimme, willst du mich ärgern? Als er denjenigen nicht finden konnte kehrte er wütend und enttäuscht zurück zu seiner Mutter. Zuhause angekommen bemerkt die Mutter dass es ihrem Sohn nicht gut ging und fragte nach dem Grund. Er erzählte ihr die Geschichte im Wald. Dort soll jemand ihn geärgert haben, und immer das was er sagte, hat er wiederholt. Die Mutter lächelte ihren Sohn an und sagte: Sohn du warst allein im Wald. Doch hättest du gutes gesagt dann hättest du auch gutes gehört.

Wähle Worte mit Bedacht.

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“ich habe Angst das die Menschen dann nicht mehr an das Gute glauben“

Ein Reiter in der Wüste sah einen armen Mann, der sehr durstig aussah.
Er gab ihm daher etwas von seinem Wasser.
Der arme Mann bedankte sich bei ihm und schwieg.
Der Reiter merkte, dass der Mann gerne mitreiten würde, um weiterzukommen, sich aber schämte zu fragen.
Er sagte: „Soll ich dich bis zur nächsten bewohnten Gegend mitnehmen?“
Der arme Mann sagte:
„Das wollte ich dich fragen, aber ich schämte mich – du bist so ein großzügiger Mensch.“
Der Reiter wollte ihn aufs Pferd helfen, doch es klappte nicht.
Daraufhin sagte der Mann:
„Bitte verzeih mir, ich bin kein gewohnter Reiter wie du, sondern nur ein armer Bauer.“
Der Reiter stieg vom Pferd ab und half dem Mann rauf.
Als der Mann auf dem Pferd saß, haute er auf einmal mit dem Pferd ab und konnte sehr wohl reiten.
Der Reiter rief ihm nach, er solle bitte kurz stehen bleiben, weil er ihm was mitteilen wolle.
Der Reiter blieb auf Distanz stehen und fragte: „Was willst du mir sagen, du dummer Mann?“
Der Reiter sagte: „Ich möchte dich nur bitten diesen Vorfall für dich zu behalten.
Warum? Damit du dich nicht blamierst“, grinste der undankbare Mann.“Nein…, aber ich habe Angst, dass die Menschen dann nicht mehr an das Gute glauben.“….

SubhanALLAH

Shaikh Ṣāliḥ Ibn al-ʿUṯaimīn & Der Taxi Fahrer

Ihsān Ibn Muḥammad Al-ʿUtaybī erzählt/berichtet: “Nach dem gebet in der Masjid al-Harām, verließ der Shaikh diese und wollte irgendwo mit dem Auto hinfahren. Also hielt er ein Taxi an und setzte sich rein. Während der fahrt wollte der Taxifahrer etwas über seinen Passagier wissen und fragte ihn “Wer bist du, oh Shaikh?”“ Der Shaikh antwortete: ”Muḥammad Ibn ʿUṯaimīn” Überrascht fragte der Taxifahrer, “Shaikh Ibn ʿUṯaimīn?” Er dachte, der Shaikh belügte ihn, da er nicht glauben konnte jemand wie der Shaikh jemals ein Passagier in seinen Taxi ist, also antwortete der Shaikh: “Ja, der Shaikh” Also drehte der Taxifahrer den Kopf zu dem Shaikh, aus purer Überraschung.

Der Shaikh fragte ihn dann: “Wer bist du, oh Bruder?”
Also sagte der Taxifahrer : “Shaikh ʿAbdul-Aziz Bin Bāz!”

Shaikh Ibn ʿUṯaimīn lachte und fragte: “Du bist Shaikh Bin Bāz?!”

Der Taxifahrer antwortete: “Ja! So wie du Shaikh Ibn ʿUṯaimīn bist!”

So sagte Shaikh Ibn ‘Uṯaimīn: “Aber Shaikh Bin Bāz ist blind, und er fährt kein Auto! “

Gerade dann, dämmerte es dem Taxifahrer das sein Passagier tatsächlich Shaikh Ibn Uṯaimīn war. Und es war für ihn eine große Überraschung. 

[Entnommen aus: „Safahāt Mushriqah Min Hayāt Al-Imām Muhammad Ibn Sāliḥ Al-ʿUṯaimīn“, S. 79. Auch in „Jewels of Guidance“ Seite 163-164]

Ich kann schlafen wenn der Wind weht!

Vor Jahren besaß ein Bauer Land entlang der Atlantischen Küste. Er inserierte ständig, dass er auf der Suche nach Arbeitern sei. Doch die meisten Menschen wollten nicht auf Farmen entlang der Küste arbeiten. Sie fürchteten sich vor den schrecklichen Stürmen, die über den Atlantik wüteten, und Häuser und Ernte vernichteten.

Während den Bewerbungsgesprächen bekam der Bauer lauter Absagen.
Schließlich näherte sich ihm ein kleiner dünner Mann mittleren Alters.
„Sind sie ein guter Landarbeiter?“, fragte ihn der Bauer.
„Nun, ich kann schlafen wenn der Wind weht.“, antwortete der kleine Mann.

Obwohl der Bauer die Antwort nicht verstanden hatte und verwirrt war, stellte er den Mann ein, da er dringend helfende Hände benötigte.
Der Mann machte seine Arbeit auf der Farm gut, arbeitete von morgens bis abends und der Bauer war zufrieden.

Dann eines Nachts, heulte der Wind laut vor der Küste. Der Bauer sprang aus dem Bett, ergriff eine Laterne und eilte zum Schlafplatz des Arbeiters. Er schüttelte den Mann und schrie, „Steh auf! Ein Sturm naht! Befestige alles bevor der Wind es wegbläst!“
Der kleine Mann wälzte sich im Bett herum und sagte unerschütterlich, „Nein, ich sagte ihnen bereits, ich kann schlafen wenn der Wind weht“.
Er wurde wütend auf diese Antwort und dachte daran den Mann an Ort und Stelle zu entlassen. Stattdessen eilte er nach draußen um Vorbereitungen für den Sturm zu treffen.
Völlig erstaunt sah er, dass alle Heuhaufen mit Planen bedeckt waren. Die Kühe waren im Stall, die Hühner in ihren Körben und die Türen waren fest verriegelt. Alles war festgebunden, sodass nichts weggeweht werden konnte.
Erst dann verstand der Bauer was sein Arbeiter gemeint hatte, also kehrte er zurück in sein Bett um zu schlafen während der Wind wehte.

Wenn du seelisch, geistig und körperlich vorbereitet bist hast du nichts zu befürchten. Kannst du schlafen wenn der Wind durch dein Leben weht? Der Arbeiter konnte schlafen, weil er die Farm gegen den Sturm abgesichert hatte.
Wir sichern uns gegen die Stürme des Lebens ab, indem wir uns an das Wort Allahs festigen. Wir brauchen nicht zu verstehen, wir müssen uns nur an Seinen Befehlen festhalten um inmitten der Stürme Frieden zu finden.

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Das Gleichnis eines Gläubigen ist wie eine geschmeidige Pflanze: Aus welcher Richtung immer der Wind kommt, neigt sie sich mit ihm, und wenn sie wieder aufrecht steht, so ist sie durch die harte Prüfung stärker geworden. Das Gleichnis eines Frevlers aber ist wie eine Pflanze, die steif und solange gerade steht, bis Allah sie auf einmal, aber für immer bricht, wenn Er will.“ (Bukhari)

[Übersetzung aus dem Englischen]

 

Wer ist Sie?

Eines Nachmittags ging ein Mann über den Marktplatz. Gerade als der Muezzin mit dem Gebetsruf anfing, fiel sein Blick auf den Rücken einer Frau. Sie war seltsamerweise anziehend, obwohl in widerliches Schwarz gekleidet und einen Schleier über Kopf und Gesicht. Jetzt drehte sie sich zu ihm, als ob sie sich seines lange verweilenden Blickes irgendwie bewusst wäre und nickte ihm leicht, aber bedeutungsvoll zu, ehe sie um die Ecke in die Gasse der Seidenverkäufer einbog. Wie vom Blitz getroffen, war der Mann sofort angezogen, sein Herz ein Gefangener jenes Blickes, für immer.

Vergeblich kämpfte er mit seinem Herzen und lieferte ihm einen vernünftigen Grund nach dem anderen, um seinen Weg zu gehen – war es nicht Zeit zum Gebet? – aber er war fertig: er konnte nichts machen, außer zu folgen. Er eilte ihr nach, bog in den Seidenmarkt ein, atmete vor Anstrengung, um die Frau einzuholen, die ihn unerwarteterweise hinter sich gelassen hatte und gerade jetzt für einen Augenblick am weit entfernten Ende des Marktes, viele Läden voraus, verweilte. Sie wandte sich ihm zu, und er dachte, unter dem schwarzen Musselin ihres Schleiers hervor das Aufleuchten eines schadenfrohen Lächelns zu sehen, als sie – war es Einbildung? – ihm abermals zunickte. Der arme Mann war außer sich. Wer war sie? Die Tochter einer wohlhabenden Familie? Was wollte sie?

Er beschleunigte seine Schritte und bog in die Gasse ein, wo sie verschwunden war. Und so führte sie ihn, stets außer Reichweite, immer verlockend voran, jetzt durch den Waffenmarkt, jetzt durch den Markt der Ölhändler, jetzt durch denjenigen der Lederverkäufer, immer weiter weg von der Stelle, wo sie angefangen hatten. Das Gefühl in seinem Inneren wuchs mehr, als dass es abnahm. War sie verrückt? Sie führte immer weiter, bis ganz zum Stadtrand. Die Sonne neigte sich und ging unter, und da war sie, vor ihm wie immer.
Jetzt waren sie, nach allen Plätzen, zur Stadt der Gräber gekommen. Wäre er bei Sinnen gewesen, so hätte er sich gefürchtet, aber tatsächlich, überlegte er sich jetzt, hatten merkwürdigere Orte als dieser das Stelldichein von Liebenden gesehen. Es waren kaum zwanzig Ellen zwischen ihnen, als er sie zurückblicken sah, und, sich einen kleinen Stoß gebend, hüpfte sie die Stufen hinunter und durch die große Bronzetür von etwas, was eine sehr alte Grabstätte zu sein schien. Ein nüchterner Augenblick hätte den Mann Halt machen können, aber in seinem gegenwärtigen Zustand gab es keine Umkehr und er ging die Stufen hinunter und trat hinter ihr hinein.
Im Inneren gab es, wie seine Augen nach einem Augenblick sahen zwei Treppen, die zu einer zweiten Tür hinunterführten, von woher ein Licht schien und die er ebenso durchschritt. Er fand sich in einem großen, von der Außenwelt irgendwie unvermuteten Raum, von Kerzen an seinen Wänden erhellt. Dort saß die Frau, gegenüber der Tür, auf einem Lager von reichem Stoff, in ihrer ganzen schwarzen Kleidung, noch verschleiert, und lehnte sich auf ein Kissen gegen die entfernte Wand. Rechts von dem Lager bemerkte der Mann eine Brunnenöffnung im Boden.“Verschließe die Tür hinter dir“, sagte sie mit leiser, rauer Stimme, die beinahe ein Flüstern war, „und bring den Schlüssel her.“ Er tat, wie ihm geheißen war. Sie wies mit einer Geste nachlässig zu dem Brunnen. „Wirf ihn hinein.“ Ein Strahl von Vernunft schien für einen Augenblick die Wolken über seinem Verstand zu durchdringen, und ein Zuschauer, wäre einer dabei gewesen, hätte das geringste Innehalten wahrnehmen können. „Mach schon“, sagte sie lachend, „du hast nicht gezögert, das Gebet zu versäumen, als du mir hierher folgtest, nicht wahr?“ Er sagte nichts. „Die Zeit für das Abendgebet ist auch beinahe schon zu Ende“, sagte sie leicht höhnisch. „Warum bist du besorgt? Mach schon, wirf ihn hinein. Du willst mir zu gefallen sein, nicht wahr?“ Er streckte seine Hand über die Brunnenöffnung aus und beobachtete, wie er den Schlüssel fallen ließ.

Ein unheimliches Gefühl stieg ihm aus der Magengrube empor, als Augenblicke vorübergingen, aber kein Geräusch zu hören war. Er empfand Verwunderung, dann Grauen, dann Einsicht. „Es ist Zeit, mich zu sehen,“ sagte sie und hob ihren Schleier, um nicht das Gesicht eines unverbrauchten jungen Mädchens aufzudecken, sondern dasjenige eines abscheulichen alten Weibes, ganz Finsternis und Laster, nicht ein Partikel von Licht irgendwo in seinen ältlichen Zügen.“Sieh mich gut an“, sagte sie. „Mein Name ist Dunya, diese Welt. Ich bin deine Geliebte. Du hast deine Zeit damit zugebracht, mir nachzurennen, und jetzt hast du mich eingeholt. In deinem Grab. Willkommen, willkommen.“ Dabei lachte sie und lachte, bis sie sich zu einem kleinen Haufen feinen Staubs auflöste, dessen unbeständige Schatten in die Finsternis zurückkehrten, als die Kerzen, eine nach der anderen, erloschen.

Das Äussere

Halima stand vor dem Spiegel und betrachtete sich skeptisch. „Hach, wie ich nur aussehe.
Astaghfirullah! Diese ganzen Falten, es wird immer schlimmer, findest du nicht?“, fragte sie ihren
Mann.
„Naja, du wirst halt älter, da gehören die Falten dazu. Subhanallah Liebes, dein Äusseres ist doch
egal. Die innere Schönheit zählt doch und du gefällst mir so wie du bist“, antwortete er darauf.
„Du mit deinen blöden, alten, auswendig gelernten Sprüchen“, erwiderte sie verärgert. „Die hängen
mir schon bei den Ohren raus!“
Ihr Mann sah sie entschuldigend an. „Ja, soll ich dich anlügen und sagen, du hättest eine wunderbar
glatte Haut?“
Halima sah ihn an, lächelte betrübt und schüttelte den Kopf. Während sie ihm den Rücken zuwandte
und aus dem Raum ging seufzte sie: „Ist schon gut!“
Am nächsten Tag kam Halimas Mann mit einem Päckchen nach Hause. Es war in schönem,
glitzerndem Geschenkpapier verpackt. „Das ist für dich Liebes!“, sagte er lächelnd und während er es
ihr reichte, setzte er mit einem Augenzwinkern fort: „Ab heute wirst du zufrieden sein, mit deinem
Spiegelbild.“
„Ahaaa, also Faltencreme? Wegen gestern? Hoffentlich auch eine wirksame!“, sagte sie lachend.
„Das hast du ja sooooo schön eingepackt Liebling, danke“
Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. Mit glänzenden Augen und total gespannt, ob es jetzt wirklich
eine Faltencreme sei, öffnete Halima das Päckchen. Die Enttäuschung war groß, als sie gähnende
Leere vorfand. Sie blickte mit fragendem Gesichtsausdruck auf.
„Na, gefällt dir mein Geschenk denn nicht?“, fragte Halimas Ehemann.
„Was soll mir denn daran gefallen, da ist ja nichts drin! Sag mal, willst du mich veräppeln?“
„Nein, doch gar nicht, wie kommst du darauf!“, antwortete er. „Ich versteh dich nicht“, fuhr er fort.
„Gestern hat’s noch ausgesehen, als wär dir das Äussere wichtiger, als das, was drinnen ist. Dir ist die
schöne Verpackung also nicht gut genug?“
Zuerst reagierte Halima verärgert, doch allmählich verstand sie, was ihr Mann da meinte. Mit Tränen
in den Augen umarmte sie ihren Schatz mit einem ‚Barak Allahu feek !