Dinge die das Gebet ungültig machen

Frage (Nr. 87749 auf IslamQA.com/en):

Gibt es eine bestimmte Anzahl an Dingen, die das Gebet ungültig machen?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allāh.

Die Dinge, die das Gebet ungültig machen, sind bekannt, doch ihre Anzahl unterscheidet sich gemäß den Unterschieden der Fuqahā’. Sie lauten wie folgt:

Was den Wudū’ ungültig macht, wie das Ablassen von Wind oder der Verzehr von Kamelfleisch.

Das absichtliche Entblößen der `Aurah. Doch wenn sie versehentlich entblößt wird und das Entblößte nur wenig ist oder wenn viel entblößt wird, aber der Betende es sofort wieder bedeckt, dann ist das Gebet nicht ungültig.

Sich in großem Maße von der Qiblah abwenden.

Das Vorhandensein von Najāsah (Unreinheit) auf dem Körper oder der Kleidung oder am Gebetsplatz. Wenn der Betende dies bemerkt oder sich während des Gebets daran erinnert und es sofort beseitigt, dann ist das Gebet gültig. Ebenso ist es, wenn er es nicht bemerkte bis das Gebet vorüber ist, dann ist sein Gebet ebenfalls gültig.

Übermäßige, ständige Bewegung während des Gebets ohne notwendigen Grund.

Das Auslassen einer der Säulen (der notwendigen Bestandteile) des Gebets, wie das Verbeugen und die Niederwerfung.

Das absichtliche Verrichten einer zusätzlichen Säulen, wie eine Verbeugung.

Das absichtliche Verrichten einiger Säulen vor anderen.

Das absichtliche Sagen des Salām vor der Vervollständigung des Gebets.

Die absichtliche Änderung der Bedeutung während der Rezitation.

Das absichtliche Auslassen eines der obligatorischen Teile des Gebets, wie z. B. des ersten Taschahhud. Doch wenn jemand es vergisst, ist sein Gebet weiterhin gültig, er muss aber die Niederwerfung des Vergessens (Sujūd al-Sahw) vollziehen.

Sich dazu zu entscheiden, das Gebet zu stoppen.

Lautes Auflachen, während simples Lächeln das Gebet nicht ungültig macht.

Absichtliches Sprechen, wenn jemand aber versehentlich spricht oder aus Unwissenheit über dieses Regel, ist sein Gebet nicht ungültig.

Essen und Trinken.

Siehe Dalīl al-Tālib li Nayl al-Matālib von Scheikh Mar`i ibn Yūsuf al-Hanbali (S. 34) und Durūs Muhimmah von Scheikh ibn Bāz.

Und Allāh weiß es am besten.